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Berliner Weihnachtsmarkt nach Fehlalarm gerÀumt

Von dpa, dru

Aktualisiert am 22.12.2019Lesedauer: 2 Min.
Polizisten sitzen in einem Polizeiauto an dem gerÀumten Berliner Weihnachtsmarkt: Nach Hinweisen auf einen möglicherweise verdÀchtigen Gegenstand hat die Polizei am Samstagabend den Breitscheidplatz an der GedÀchtniskirche abgesperrt.
Polizisten sitzen in einem Polizeiauto an dem gerÀumten Berliner Weihnachtsmarkt: Nach Hinweisen auf einen möglicherweise verdÀchtigen Gegenstand hat die Polizei am Samstagabend den Breitscheidplatz an der GedÀchtniskirche abgesperrt. (Quelle: Gregor Fischer/dpa-bilder)
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In Berlin ist am Samstagabend der Weihnachtsmarkt auf dem Breitscheidplatz gerĂ€umt worden. Berichte ĂŒber einen verdĂ€chtigen Gegenstand und zwei Festnahmen bestĂ€tigten sich nicht.

Fast genau drei Jahre nach dem Terroranschlag auf den Weihnachtsmarkt an der GedÀchtniskirche in Berlin hat die Polizei den Platz am Samstagabend wegen zwei verdÀchtiger MÀnner vorsichtshalber rÀumen lassen. Entwarnung gab es dann wenige Stunden spÀter: Die beiden zunÀchst in Polizeigewahrsam genommenen MÀnner wurden wieder freigelassen.

Keine Kontakte in islamistische Szene

Ein möglicherweise gefÀhrlicher Gegenstand wurde weder auf dem Breitscheidplatz noch in der GedÀchtniskirche gefunden, wie die Polizei mitteilte. Medienberichte, wonach die beiden Kontakte in die islamistische Szene hÀtten, bestÀtigte die Polizei nicht.

In Anbetracht des Ortes, an dem es am 19. Dezember 2016 einen Terroranschlag mit zwölf Toten und Dutzenden Verletzten gegeben hatte, hatte die Polizei nach eigenen Angaben "sensibel reagiert". Die MĂ€nner hĂ€tten sich verdĂ€chtig verhalten und seien deshalb Beamten aufgefallen, begrĂŒndete die Polizei die RĂ€umung. Als die EinsatzkrĂ€fte sie ansprachen, "wollten sie sich schnell entfernen". Der Verdacht, einer der MĂ€nner werde mit einem Haftbefehl gesucht, habe sich aber nicht bestĂ€tigt. Als Grund fĂŒr die Vermutung nannte die Polizei eine NamensĂ€hnlichkeit.

250 Beamte im Einsatz

Alle Besucher hĂ€tten das GelĂ€nde ruhig und besonnen verlassen, teilte die Polizei via Twitter mit. Nach Polizeiangaben waren 250 Beamte mit mehreren SpĂŒrhunden im Einsatz.

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Die Gewerkschaft der Polizei Berlin warnte vor Spekulationen. Sprecher Benjamin Jendro sagte, die Kollegen hĂ€tten Maßnahmen ergriffen, "um eine mögliche Gefahr im Keim zu ersticken". Ob sie denn ernsthaft bestanden habe und um was fĂŒr Personen es sich genau handele, mĂŒsse sich noch zeigen. Die Polizei habe bewiesen, "dass sie kein Risiko eingeht". "SelbstverstĂ€ndlich hat das Thema Terror am Breitscheidplatz extreme Brisanz, aber wir sollten sehr vorsichtig mit Spekulationen sein."

Im Dezember 2016 hatte der islamistische AttentĂ€ter Anis Amri einen gestohlenen Lastwagen in den Weihnachtsmarkt gesteuert. Er hatte zuvor den Lkw-Fahrer erschossen und tötete dann bei dem Anschlag elf Besucher des Marktes. Dutzende Menschen wurden verletzt, viele von ihnen schwer. Amri wurde spĂ€ter auf der Flucht in Italien erschossen. Mehrere parlamentarische UntersuchungsausschĂŒsse versuchen seitdem, Fehler und VersĂ€umnisse von Behörden aufzuarbeiten.

Konzert wegen Fehlalarm beendet

Erst am Donnerstag, dem Jahrestag des Anschlags, hatten Trauernde an dem Mahnmal KrĂ€nze niedergelegt, Kerzen entzĂŒndet und still verharrt. Darunter waren Menschen, die bei dem Anschlag verletzt wurden, sowie Ersthelfer von Polizei, Feuerwehr und Schaustellern. Auch Berlins Regierender BĂŒrgermeister Michael MĂŒller (SPD) nahm an dem Gedenken teil.

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Wegen der Suchaktion am Samstagabend wurde auch ein Konzert in der GedĂ€chtniskirche beendet. Die Polizei suchte das weitrĂ€umig abgeriegelte GelĂ€nde mit SprengstoffspĂŒrhunden ab. Ein Sprecher der Deutschen Bahn teilte mit, wegen des Polizeieinsatzes wĂŒrden die S-Bahnen am Bahnhof Zoologischer Garten nicht halten. Die Station liegt ganz in der NĂ€he von Breitscheidplatz und GedĂ€chtniskirche.

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