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Grünes Gewölbe in Dresden: Sicherheitspersonal steht unter Verdacht

Suche nach Dieben  

Bericht: Sicherheitspersonal des Grünen Gewölbes unter Verdacht

03.01.2020, 22:30 Uhr | dru, dpa

Grünes Gewölbe: Überwachungskamera zeigt Täter beim Kunstdiebstahl

Die Polizei Sachsen hat Aufnahmen der Überwachungskamera aus dem Grünen Gewölbe veröffentlicht. Darauf ist zu sehen, wie zwei Menschen das Juwelenzimmer betreten und mit einer Axt die Scheiben einschlagen. (Quelle: t-online.de)

Schwerwiegender Verdacht um Raub im Grünen Gewölbe: Eine Überwachungskamera hatte den spektakulären Juwelendiebstahl aufgezeichnet. (Quelle: t-online.de)


Der Kunstraub im Grünen Gewölbe hat weltweit für Schlagzeilen gesorgt. Noch fehlt eine heiße Spur zu den Einbrechern. Doch die Ermittler haben offenbar einen schwerwiegenden Verdacht.

Vor gut einem Monat brachen Räuber im berühmten Grünen Gewölbe in Dresden ein und stahlen wertvolle Kunstschätze. Die Täter konnten bislang nicht gefasst werden. Doch offenbar gerät bei der Suche nach möglichen Komplizen das Sicherheitspersonal der Kunstsammlung stärker ins Visier.

Den Raub hatte eine Überwachungskamera aufgezeichnet (siehe Video oben).

Laut einem Bericht der "Bild" könnte ein Museumsmitarbeiter die Kunstdiebe mit Informationen versorgt haben. Die Zeitung verweist auf Ermittlungen der israelischen Sicherheitsfirma CGI. "Bild" zitiert Sicherheitskreise mit den Worten: "Es konnte anhand von Handy- und Kameradaten belegt werden, dass ein Museumsmitarbeiter sicherheitsrelevante Informationen an einen der Verdächtigen weitergab, gegen den die Polizei derzeit ermittelt."

Die Informationen seien der Polizei übermittelt worden, schreibt das Blatt. Im Januar werde es ein Treffen von deutschen Sicherheitsbehörden mit den Chefs von CGI geben. Die Firma CGI war laut "Bild" nach dem Kunstraub Ende November von den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden engagiert worden, um das Sicherheitskonzept im Grünen Gewölbe zu begutachten.

Mit einer Axt zerschlugen sie die Vitrinen

Zwei Unbekannte waren am frühen Morgen des 25. November mit Gewalt in das berühmte Schatzkammermuseum des 18. Jahrhunderts im Residenzschloss eingedrungen. Sie hatten ein Fenstergitter durchtrennt, das Fenster herausgestemmt, im Juwelenzimmer mit einer Axt Löcher in die Vitrine mit den prächtigsten Stücken gehackt und zahlreiche unschätzbar wertvolle Juwelen geraubt. Der Coup, der auch international Schlagzeilen machte, dauerte nur wenige Minuten. Als die Polizei eintraf, waren Diebe und Beute verschwunden.

Die Dresdner Behörden gehen angesichts von insgesamt vier Tätern – zwei fuhren das später in Brand gesetzte Fluchtauto – aber von einer Bande aus. Die Sonderkommission "Epaulette" steht auch mit den Berliner Kollegen in Kontakt, um einen Zusammenhang zum Diebstahl der 100 Kilo schweren Goldmünze aus dem Bode-Museum 2017 in Berlin abzugleichen. Er wird kriminellen Mitgliedern eines arabischen Clans in der Hauptstadt zugeschrieben. "Die Parallelen zum Überfall im KaDeWe und dem Einbruch ins Bode-Museum sind leicht erkennbar, dafür muss man nicht Kriminalist sein", sagte Berlins Polizeipräsidentin Barbara Slowik im Dezember.

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