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Der "Lackkratzer" von Franken kommt vor Gericht

Von dpa
Aktualisiert am 08.01.2020Lesedauer: 1 Min.
Ein Mann mit einem Schraubenschlüssel an einem parkenden Auto: Die Polizei bildete eine Sonderkommission, um den Täter zu fassen.
Ein Mann mit einem Schraubenschlüssel an einem parkenden Auto: Die Polizei bildete eine Sonderkommission, um den Täter zu fassen. (Quelle: Horst Rudel/imago-images-bilder)
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Im nördlichen Bayern wurden über Wochen hunderte Autos zerkratzt – der Sachschaden beträgt mehr als 900.000 Euro. Durch einen Zufall konnte der Verdächtige festgenommen werden. Jetzt beginnt der Prozess.

Weil er 642 Fahrzeuge zerkratzt haben soll, steht ein 26-jähriger Mann in Schweinfurt vor Gericht. Der Gesamtschaden belaufe sich auf rund 930.000 Euro, sagte ein Sprecher des Landgerichts zum Prozessauftakt am Mittwoch. Dem Mann wird vorgeworfen, von Februar bis April 2018 mit einem spitzen Gegenstand Autos in Schweinfurt, Würzburg und Veitshöchheim zerkratzt zu haben.

Die Suche nach dem Täter hielt Polizisten aus Unterfranken wochenlang auf Trab. Sogar eine Sonderkommission namens "Lackkratzer" wurde für die Fahndung gebildet. Im April 2018 konnte der Angeklagte festgenommen werden, nachdem eine Anwohnerin am frühen Morgen Kratzgeräusche gehört hatte. Beamte fanden bei dem Angeklagten eine Schraube, mit der er die Fahrzeuge beschädigt haben soll.

Die Staatsanwaltschaft hatte dem Mann zunächst die Beschädigung von 1.700 Fahrzeugen mit einem Gesamtwert von mehr als 2,3 Millionen Euro zur Last gelegt. Das Gericht wies diese Anklage wegen geringer Aussicht auf einen vollständigen Tatnachweis zurück. Dem Angeklagten muss nun jeder einzelne der mehr als 600 Fälle nachgewiesen werden. Das Gericht hat insgesamt 24 Verhandlungstage angesetzt.

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