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Australien: Frau erpresst Eltern eines sterbenden Kindes mit Smartphone

Fall in Australien  

Frau erpresst Eltern eines sterbenden Kindes

17.03.2020, 08:04 Uhr | dpa

Australien: Frau erpresst Eltern eines sterbenden Kindes mit Smartphone . Eine Polizeiabsperrung in Australien (Symbolbild): Eine Frau hat Eltern eines sterbenden Kindes mit einem verschwundenen Handy erpresst. (Quelle: imago images/AAP)

Eine Polizeiabsperrung in Australien (Symbolbild): Eine Frau hat Eltern eines sterbenden Kindes mit einem verschwundenen Handy erpresst. (Quelle: AAP/imago images)

Das Kind liegt im Sterben, das Handy mit Fotos des Kleinen ist weg. Dann meldet sich eine Frau – und behauptet, es zu haben. Das Ergebnis: Ein abstoßender Kriminalfall, wie eine australische Richterin urteilte.

Eine Frau, die die Eltern eines sterbenden Kindes erpresst hat, ist in Australien zu drei Jahren Gefängnis verurteilt worden. Die 25-Jährige gab vor, das gestohlene Handy der Mutter zu haben, auf der viele Bilder der elf Monate alten Tochter waren. Sie forderte in Textnachrichten 1.000 Australische Dollar, umgerechnet etwa 550 Euro. Und drohte, das Smartphone ansonsten zu verkaufen. 

Das Handy soll im April 2019 in einem Einkaufszentrum gestohlen worden sein, wenige Tage, bevor das Kind starb, wie die australische Nachrichtenagentur AAP berichtete. Die Erpresserin hatte demnach bei Facebook gesehen, dass die Mutter danach sucht. In Wirklichkeit hatte sie das Handy nie. Sie nutzte die Not der Eltern aus, auch nach dem Tod des Kindes noch. Diese mussten sich in einem Krankenhaus in Melbourne von ihrer Tochter verabschieden, die eine neurologische Erkrankung hatte.

Die Richterin betonte, wie abstoßend und unmoralisch die Tat sei. Die Verteidigung hatte argumentiert, die Erpresserin habe aus Geldnöten gehandelt. Vor Reportern appellierte die Mutter, den Eltern das immer noch verschwundene Handy zurückzugeben. Der Dieb habe ihnen jede einzelne Erinnerung der Tochter genommen. Die Bilder waren laut AAP nicht durch ein Backup gesichert.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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