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Prozessbeginn: Angeklagter im Mordfall Maria Baumer schweigt

Prozessbeginn in Regensburg  

Angeklagter im Mordfall Maria Baumer schweigt

01.07.2020, 02:26 Uhr | dpa, sth

Prozessbeginn: Angeklagter im Mordfall Maria Baumer schweigt. Auftakt zum Mordprozess im Fall Maria Baumer (Quelle: dpa/Armin Weigel)

Landgericht Regensburg: Der Angeklagte (l) steht mit Mundschutz im Verhandlungssaal - acht Jahre nach dem gewaltsamen Tod seiner Verlobten. (Quelle: Armin Weigel/dpa)

Die 26-jährige Maria Baumer verschwand im Mai 2012. Nur durch einen Zufall fanden Pilzsammler ihr Skelett in einem Wald bei Regensburg. Nun steht ihr mutmaßlicher Mörder vor Gericht.

Acht Jahre nach dem gewaltsamen Tod von Maria Baumer hat vor dem Landgericht Regensburg der Prozess gegen ihren mutmaßlichen Mörder begonnen. Vor Gericht steht der Verlobte der Frau, ein gelernter Krankenpfleger. Er schwieg am ersten Prozesstag. Sein Verteidiger Michael Haizmann will einen Freispruch erreichen, sagte er nach der Verhandlung.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der 35-Jährige sein Opfer mit Medikamenten getötet hat. Danach soll er ihre Leiche in einem Wald bei Regensburg vergraben haben. Die Vorwürfe lauten: Heimtücke und niedere Beweggründe.

Ermittler fanden Medikament-Spuren an Kleidung und Haaren

Der Verlobte hatte die Frau im Mai 2012 vermisst gemeldet. Im Spätsommer 2013 fanden Pilzsammler deren Leiche. Daraufhin geriet der Mann bereits ins Visier der Ermittler, kam aber zunächst wieder frei. Ende 2019 wurde er erneut festgenommen. Neue technische Möglichkeiten hatten den Verdacht erneut gegen ihn gerichtet. So konnten an Kleidung und Haaren der Frau Medikamente nachgewiesen werden. Der Angeklagte soll vor deren Verschwinden im Internet unter anderem nach "Lorazepam letale Dosis" und "der perfekte Mord" gesucht haben.

Die Eltern und weitere Angehörige des Opfers sind Nebenkläger in dem Prozess, der zunächst bis Anfang Oktober terminiert ist. Es sollen den Angaben zufolge 65 Zeugen und 18 Sachverständige gehört werden.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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