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Gewalttat in Rot am See: 15 Jahre Haft für Angeklagten nach Sechsfachmord

Gewalttat in Rot am See  

15 Jahre Haft für Angeklagten nach Sechsfachmord

10.07.2020, 14:49 Uhr | dpa

Gewalttat in Rot am See: 15 Jahre Haft für Angeklagten nach Sechsfachmord . Der Angeklagte sitzt in Gerichtssaal mit einer Jacke über dem Kopf: Der Angeklagte im Fall der Gewalttat von Rot am See ist vom Landgericht Ellwangen zu 15 Jahren Haft verurteilt worden.  (Quelle: dpa/Marjan Murat)

Der Angeklagte sitzt in Gerichtssaal mit einer Jacke über dem Kopf: Der Angeklagte im Fall der Gewalttat von Rot am See ist vom Landgericht Ellwangen zu 15 Jahren Haft verurteilt worden. (Quelle: Marjan Murat/dpa)

Nach dem Mord an sechs Menschen im baden-württembergischen Rot am See ist der Angeklagte zu einer Freiheitsstrafe von 15 Jahren verurteilt worden. Zudem ordnete das Gericht eine Unterbringung in einer Psychiatrie an.

Knapp ein halbes Jahr nach der Gewalttat mit sechs Toten im baden-württembergischen Rot am See ist der Angeklagte wegen Mordes und versuchten Mordes verurteilt worden. Das Landgericht Ellwangen verhängte am Freitag eine Freiheitsstrafe von 15 Jahren und ordnete die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus an.

Angeklagter gestand zu Prozessbeginn 

Der Mann erschoss Ende Januar bei einem Familientreffen in der Gemeinde bei Schwäbisch Hall sechs Verwandte mit einer Pistole – seine Eltern, zwei Halbgeschwister sowie Onkel und Tante. Zwei Verwandte konnten sich schwer verletzt retten. Seine Opfer richtete er teils mit Kopfschüssen hin.

Der Deutsche hatte die Tat zum Prozessauftakt gestanden und Misshandlungen seiner Mutter als Motiv angegeben. Sie habe ihn missbraucht und vergiftet. Beweise gab es dafür nicht. Ein Psychiater hatte bei ihm Wahnvorstellungen und eine krankhafte seelische Störung diagnostiziert.

Staatsanwaltschaft forderte lebenslange Freiheitsstrafe 

Staatsanwaltschaft, Nebenklage und auch die Verteidigung hatten erklärt, dass sie den Schützen des Mordes für schuldig halten. Staatsanwalt und Nebenkläger forderten eine lebenslange Freiheitsstrafe. Die Staatsanwaltschaft sprach bei einem Teil der Taten von einer "eingeschränkten Steuerungsfähigkeit". Die Nebenkläger halten den jungen Mann hingegen für voll schuldfähig.

Der Verteidiger beantragte wegen aus seiner Sicht verminderter Schuldfähigkeit seines Mandanten eine Freiheitsstrafe von 13 Jahren und die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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