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Prozess in Japan: Leichen zerstückelt – "Twitter-Killer" gesteht neun Morde

Prozess in Japan  

Leichen zerstückelt – "Twitter-Killer" gesteht neun Morde

30.09.2020, 12:17 Uhr | AFP

Prozess in Japan: Leichen zerstückelt – "Twitter-Killer" gesteht neun Morde. Takahiro S. bei seiner Festnahme im November 2017: In seiner Wohnung hatte die Polizei Leichenteile und hunderte Knochenstücke entdeckt. (Quelle: imago images)

Takahiro S. bei seiner Festnahme im November 2017: In seiner Wohnung hatte die Polizei Leichenteile und hunderte Knochenstücke entdeckt. (Quelle: imago images)

Seine Opfer soll er auf Twitter geködert haben, suchte speziell nach jungen Menschen mit Selbstmordgedanken. Jetzt muss sich der 29-Jährige vor Gericht verantworten, das öffentliche Interesse in Japan ist gewaltig.

Ein als "Twitter-Killer" bekannt gewordener Mann hat in Japan neun Morde gestanden. Vor einem Gericht in Tokio sagte der 29-jährige Takahiro Shiraishi laut örtlichen Medienberichten am Mittwoch, die gegen ihn erhobenen Vorwürfe seien "alle korrekt". Laut Anklage hatte der Mann neun Menschen ermordet und zerstückelt und die Leichenteile anschließend in Gefriertruhen aufbewahrt.

Am Morgen des Halloween-Tages 2017 hatte die Polizei auf der Suche nach einer vermissten Frau in Shiraishis Wohnung eine grausige Entdeckung gemacht: Die Beamten stießen auf Leichenteile und hunderte Knochenstücke, die in Gefriertruhen und Werkzeugkisten gelagert und teilweise mit Katzenstreu bedeckt waren, um den Gestank zu überdecken.

Riesige Schlange vor Gerichtsgebäude in Tokio

Den Ermittlungen zufolge soll der Täter auf Twitter gezielt Nutzer mit Suizid-Tendenzen kontaktiert und ihnen versprochen haben, er könne ihnen bei der Umsetzung ihrer Suizidpläne helfen oder gar mit ihnen gemeinsam sterben. Auf diese Weise soll er neun Opfer im Alter zwischen 15 und 26 Jahren geködert haben.

Der Prozess gegen den "Twitter-Killer" erweckt in Japan riesiges Aufsehen: Laut dem Fernsehsender NHK standen vor dem Gerichtsgebäude in Tokio mehr als 600 Neugierige Schlange, um einen der nur 13 Zuschauerplätze im Saal zu ergattern.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur AFP

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