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Mordfall durch TV-Show aufgeklärt – Tatverdächtiger gefasst

Fahndung bei "Aktenzeichen XY"  

Mordfall vor 23 Jahren – Tatverdächtiger festgenommen

05.10.2020, 19:05 Uhr | dpa

Mordfall durch TV-Show aufgeklärt – Tatverdächtiger gefasst. Blaulicht eines Polizeiwagens: Der Tote wurde bei der Polizei nie als vermisst gemeldet (Symbolbild). (Quelle: imago images/U. J. Alexander)

Blaulicht eines Polizeiwagens: Der Tote wurde bei der Polizei nie als vermisst gemeldet (Symbolbild). (Quelle: U. J. Alexander/imago images)

1996 ist in Nordrhein-Westfalen ein Toter in einer Kiesgrube entdeckt worden. Erst jetzt verschaffte die Fernsehsendung "Aktenzeichen XY" Aufschluss über Identität des Opfers – und die seines mutmaßlichen Mörders. 

Die Polizei hat einen Verdächtigen verhaftet, der 1996 einen Mann aus Würselen bei Aachen ermordet haben soll. Die Identität des Toten war erst nach 23 Jahren durch Hinweise nach der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY... ungelöst" geklärt worden.

Anfang September waren die Ermittler mit ihren Erkenntnissen an die Öffentlichkeit gegangen und hatten Erfolg. Mehrere Hinweise seien danach eingegangen, die zu Ermittlungen und letztlich zur Festnahme des Tatverdächtigen geführt hätten, erklärte die Aachener Staatsanwaltschaft am Montag. Nach Angaben der Polizei sitzt er seit vergangenem Mittwoch in Untersuchungshaft.

Vermisst gemeldet wurde das Opfer nie

Die nackte Leiche des mit vielen Schlägen ermordeten Mannes war am 8. Dezember 1996 am Abhang einer Kiesgrube bei Rheurdt (Kreis Kleve) entdeckt worden, mehr als 100 Kilometer vom Wohnort des Opfers entfernt. Die Ermittler hatten erklärt, das Mordopfer sei 43 Jahre alt gewesen, geschieden und habe Sohn und Tochter. Da der Mann verschuldet gewesen sei, habe die Familie angenommen, dass er sich abgesetzt habe. Vermisst gemeldet wurde er nie.

Schon als vor gut einem Monat die Identität des Toten veröffentlicht wurde, war die Polizei sicher, dass der zwischendurch als "Cold Case" eingestufte Fall gelöst werden kann. Die Krefelder Ermittler erklärten damals, es gebe Ansätze, und vermuteten, dass es in dem Mordfall Mitwisser gebe. Einzelheiten sollen bei einer Pressekonferenz am Mittwoch (7. Oktober) bekanntgegeben werden.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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