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Mit Stahlträger: 11-jähriges Kind bringt offenbar Zug zum Entgleisen

Augenzeugen beobachten Tat  

Kind bringt offenbar Zug mit Eisenstange zum Entgleisen

13.10.2020, 12:46 Uhr
Mit Stahlträger: 11-jähriges Kind bringt offenbar Zug zum Entgleisen. Ein Zug der Nord-West-Bahn: Am Sonntag entgleiste eine Bahn wegen eines Stahlträgers auf den Gleisen. (Quelle: imago images/Manngold)

Ein Zug der Nord-West-Bahn: Am Sonntag entgleiste eine Bahn wegen eines Stahlträgers auf den Gleisen. (Quelle: Manngold/imago images)

Ein Zug ist bei Paderborn entgleist, nachdem er über einen Stahlträger gefahren ist. Den hat offenbar ein 11-Jähriger dort hingelegt.  

Ein Kind hat offenbar mithilfe eines Stahlträgers einen Zug am Bahnhof Sennelager zum Entgleisen gebracht. Der Zug der Nordwestbahn überfuhr am Sonntagabend auf der Strecke zwischen Bielefeld und Paderborn mit einer Geschwindigkeit von 70 km/h einen Stahlträger, teilte die Bundespolizei mit.

Zu dem Zeitpunkt waren rund 80 Fahrgäste im Zug. Für sie verlief der Unfall glimpflich, ein Mitarbeiter verletzte sich durch umherfliegende Glassplitter einer Glastür am Bein und wurde in ein Krankenhaus gebracht. Die Feuerwehr evakuierte den Zug.

11-Jähriger gesteht die Tat

Laut Bundespolizei beobachteten Augenzeugen, wie zwei Kinder nach dem Unfall vom Tatort flüchteten. Durch Hinweise gelang es den Beamten, den 11-jährigen Tatverdächtigen zu ermitteln. Der Junge räumte die Tat bereits ein. Ob noch andere daran beteiligt waren, wird ermittelt.

Ebenfalls noch unklar ist, woher der Junge die sogenannte "Runge" hatte. Das Teil wird normalerweise zur Ladungssicherung auf Güterwagen genutzt. Da der Junge noch unter 14 Jahre alt ist und somit nicht strafmündig, könne er strafrechtlich nicht belangt werden, teilte die Bundespolizei mit. Allerdings könne es sein, dass die Bahnbetreiber zivilrechtliche Forderungen durchsetzen wollen. Die würden sich dann wahrscheinlich gegen die Eltern des Kindes richten. 

Am Zug, sowie am Gleisbett entstand erheblicher Sachschaden, der nach Einschätzung eines Bahnmitarbeiters "sicherlich im sechsstelligen Euro-Bereich liegt", heißt es von der Bundespolizei. Die Bergung dauerte bis in die Nacht. Bis das Gleisbett wieder instand gesetzt ist, wird es vermutlich bis zum späteren Nachmittag dauern.

Verwendete Quellen:

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