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Wien: Attacke auf Rabbi – Kurz verurteilt "antisemitischen Angriff"

Täterin auf der Flucht  

Attacke in Wien – Kurz verurteilt "antisemitischen Angriff"

27.11.2020, 03:40 Uhr | dpa

Wien: Attacke auf Rabbi – Kurz verurteilt "antisemitischen Angriff". Sebastian Kurz: Der österreichische Kanzler verurteilte den Anschlag auf einen Rabbi in Wien. (Quelle: Reuters/Leonhard Foeger)

Sebastian Kurz: Der österreichische Kanzler verurteilte den Anschlag auf einen Rabbi in Wien. (Quelle: Leonhard Foeger/Reuters)

In Österreichs Hauptstadt ist ein Rabbi angegriffen worden. Eine Frau bedrohte ihn mit einem Messer und schrie judenfeindliche Parolen. Die mutmaßliche Täterin konnte flüchten.

In Wien ist ein offenkundig antisemitisch motivierter Angriff auf einen Rabbi verübt worden. Eine Frau habe den Mann mit einem Messer bedroht, ihm die Kippa vom Kopf gerissen und dabei judenfeindliche Parolen geschrien, berichtete die österreichische Nachrichtenagentur APA unter Berufung auf das Innenministerium. Nach der Tat am Donnerstag sei die Täterin geflüchtet. Verletzt wurde demnach niemand. Laut dem Nachrichtenportal "OE24" gab der Rabbiner bei seiner Befragung durch die Polizei an, Passanten hätten weggeschaut, anstatt ihm zu helfen.

"Dieser Angriff ist eine Attacke auf das jüdische Leben in Wien", schrieb Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) nach dem Vorfall im Wiener Bezirk Landstraße auf Twitter. "Neben dem bereits angeordneten verstärkten Schutz der Synagogen werden alle Maßnahmen getroffen, um diesen offensichtlich antisemitisch motivierten Angriff rasch aufzuklären. Es gibt keine Toleranz bei Antisemitismus – egal ob dieser politisch oder religiös motiviert ist."

Auch Bundeskanzler Sebastian Kurz meldete sich via Twitter zu Wort: "Ich verurteile den heutigen antisemitischen Angriff auf einen Rabbi in Wien auf das Allerschärfste. Wir müssen den Antisemitismus mit aller Entschiedenheit bekämpfen und alles dafür tun, um jüdisches Leben hier in Österreich in Sicherheit zu ermöglichen. Denn Europa ohne Juden ist nicht mehr Europa."

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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