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Russland: Mehrere Schulen wegen Bombendrohungen geräumt

Von dpa
Aktualisiert am 15.05.2021Lesedauer: 1 Min.
Ein Soldat der russischen Nationalgarde bewacht eine Schule in der Stadt Kasan: Bei einem Amoklauf in dem Gebäude sind am Dienstag neun Menschen ums Leben gekommen.
Ein Soldat der russischen Nationalgarde bewacht eine Schule in der Stadt Kasan: Bei einem Amoklauf in dem Gebäude sind am Dienstag neun Menschen ums Leben gekommen. (Quelle: Roman Kruchinin/dpa-bilder)
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Erst vor vier Tagen starben Menschen bei einem Amoklauf in einer Schule in der russischen Stadt Kasan. Nun mussten dort gleich mehrere Gebäude wegen Bombendrohungen geräumt werden.

Nach dem Amoklauf an einer Schule in der russischen Stadt Kasan mit neun Toten hat es dort mehrere anonyme Bombendrohungen gegeben. Mehrere Schulen in der Stadt etwa 720 Kilometer östlich von Moskau seien am Samstag geräumt worden, teilte die Stadtverwaltung mit. Die Agentur Interfax schrieb von 15 Gebäuden. Den Behörden zufolge sind keine Sprengsätze gefunden worden. Die betroffenen Schulen seien überprüft worden.

Ob es einen Zusammenhang mit dem Angriff auf die Schule vom vergangenen Dienstag gibt, war zunächst unklar. In Russland muss die Polizei seit Jahren regelmäßig solchen Drohungen gegen öffentliche Gebäude oder Flugzeuge nachgehen. Bislang konnten die Ermittler nach offiziellen Angaben nicht herausfinden, wer dahintersteckt. In der Hauptstadt Moskau gab es am Samstag der Staatsagentur Tass zufolge ebenfalls Bombendrohungen – etwa gegen mehrere Bahnhöfe.

Schuldfähigkeit wird überprüft

Bei dem Amoklauf waren zudem mehr als 20 Menschen verletzt worden, die meisten von ihnen Schüler. Nach Angaben vom Freitag schwebten mindestens noch zwei Kinder in Lebensgefahr. Ein 19 Jahre alter Tatverdächtiger ist in Untersuchungshaft. Nun soll ein psychologisches Gutachten erstellt und seine Schuldfähigkeit überprüft werden. Er ist wegen Mordes angeklagt.

Der Republikchef von Tatarstan, Rustam Minnichanow, warnte indes, den Tatverdächtigen zu verherrlichen. In Kommentaren in sozialen Netzwerken sei er vielfach als Held dargestellt worden. Zudem gebe es jeden Tag Details aus seinem Leben. Eine derart "hohe Popularität ist gefährlich" und könne zu Nachahmungstaten ermuntern, meinte Minnichanow.

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