HomePanoramaKriminalität

Valérie Bacot: Frau tötet Vergewaltiger – Frankreich zeigt Solidarität


Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Symbolbild für einen TextKarl Lauterbach: "Sind im Krieg mit Putin"Symbolbild für einen TextLotto: Das sind die GewinnzahlenSymbolbild für einen TextFC Bayern: Zwei Stars Corona-positivSymbolbild für einen TextVerfolgungsjagd: Lieferwagen verunglückt Symbolbild für einen TextKlopp im Pech: Liverpool stolpert weiterSymbolbild für einen TextNord Stream 2: Kein Gasaustritt mehrSymbolbild für einen TextMann fährt mit 3,8 Promille gegen BaumSymbolbild für einen TextSargträger der Queen stirbt mit 18 JahrenSymbolbild für einen TextWichtige Gas-Pipeline geht in BetriebSymbolbild für einen TextCarmen Geiss hat die Haare kurzSymbolbild für einen TextUkrainerin vor Augen ihrer Kinder getötetSymbolbild für einen Watson TeaserRed-Bull-Boss soll schwer erkrankt seinSymbolbild für einen TextDieses Städteaufbauspiel wird Sie fesseln

Frau tötet Vergewaltiger – Frankreich zeigt Solidarität

Von afp, sle

Aktualisiert am 22.06.2021Lesedauer: 2 Min.
Justizpalast in Nizza (Symbolbild): Eine Frau steht in Frankreich wegen Mordes vor Gericht.
Justizpalast in Nizza (Symbolbild): Eine Frau steht in Frankreich wegen Mordes vor Gericht. (Quelle: dbvirago/imago-images-bilder)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo

Ein außergewöhnlicher Mordprozess hat in Frankreich begonnen. Eine Frau hat ihren Mann getötet. Doch die Angeklagte hat zahlreiche Unterstützer, die ihre Freiheit fordern – denn die Frau war selbst Opfer.

Erst wurde sie von ihrem Stiefvater jahrelang vergewaltigt und geschlagen, dann heiratete er sie und zwang sie schließlich zur Prostitution: Weil eine Französin ihren Peiniger tötete, steht sie seit Montag vor Gericht. "Ich musste es beenden", schrieb die heute 40-jährige Valérie Bacot in einem kürzlich veröffentlichten Buch mit dem Titel "Tout le monde savait" (Jeder wusste es).

Doch das außergewöhnliche an dem Prozess ist nicht nur die rechtliche Situation, sondern auch die Solidarität, die die Angeklagte erfährt. Mehr als 600.000 Menschen haben eine Online-Petition unterschrieben. Der Titel lautet "Freiheit für Valérie Bacot!" Auch auf Twitter und Instagram verbünden sich Menschen mit Valérie Bacot.

Baco berichtet von "extremer Hölle"

Sie posten beispielsweise Fotos mit hochgehobenen Schildern, auf denen steht, dass sie Valérie Bacot unterstützen, denn sie sei das eigentliche Opfer. Zudem kleben Aktivisten Zettel an Häuserwände und fordern die Freilassung der Angeklagten.

Empfohlener externer Inhalt
Instagram
Instagram

Wir benötigen Ihre Einwilligung, um den von unserer Redaktion eingebundenen Instagram-Inhalt anzuzeigen. Sie können diesen (und damit auch alle weiteren Instagram-Inhalte auf t-online.de) mit einem Klick anzeigen lassen und auch wieder deaktivieren.

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.
Anzeigen
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Meistgelesen
Anita und Alexandra Hofmann: Die Schwestern werden musikalisch getrennte Wege gehen.
Alexandra Hofmann legt sich Künstlernamen zu
Satellitenbild von Lyman: Die russische Armee hat die strategisch wichtige Stadt in der Ukraine aufgegeben. (Archivfoto)
Symbolbild für ein Video
Russische Armee gibt eingekesselte Stadt auf

Zum Prozessauftakt vor dem Schwurgericht von Chalon-sur-Saône in Ostfrankreich berichtete Bacot von der "extremen Hölle", die sie seit ihrem zwölften Lebensjahr durchlitten hatte. Damals fing der Partner ihrer Mutter an, sie zu vergewaltigen. Auch nach einer Haftstrafe wegen des Missbrauchs machte Daniel Polette weiter. Mit 17 wurde Bacot von dem 25 Jahre älteren Mann erstmals schwanger und heiratete ihn, nachdem ihre Mutter sie aus dem Haus geworfen hatte. Heute hat sie von ihm vier Kinder.

Angeklagte tötet Mann mit einem Schuss

"Ich habe immer getan, was er mir gesagt hat", antwortete die Angeklagte auf die Frage der Vorsitzenden Richterin Céline Therme, ob sie Liebe für Polette empfunden habe. Der Alkoholiker schlug, trat und würgte seine junge Frau und bot sie schließlich Lkw-Fahrern im Familienwagen zur Prostitution an, um mit ihr Geld zu verdienen.

An einem Sonntag im März 2016 hielt sie es nach eigenen Worten nicht mehr aus. Sie nahm seine Pistole, mit der er sie oft bedroht hatte, und tötete ihn mit einem einzigen Schuss in den Nacken. Zur Begründung sagte sie, sie habe ihrer gemeinsamen 14-jährigen Tochter Karline dasselbe Schicksal ersparen wollen.

Bacot droht lebenslange Haft, ihre Anwälte fordern einen Freispruch. Bacot habe "25 Jahre lang extreme Gewalt erfahren", sagte ihre Anwältin Janine Bonaggiunta. "Das kann eine verzweifelte Frau zum Töten treiben, um selbst zu überleben."

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur AFP
  • Change.org: Liberté pour Valérie Bacot !
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingAnzeigen

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
FrankreichInstagramNizzaTwitter
Justiz & Kriminalität




t-online - Nachrichten für Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagramYouTubeSpotify

Das Unternehmen
Ströer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverlängerung FestnetzVertragsverlängerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website