Sie sind hier: Home > Panorama > Kriminalität >

Emir von Dubai wollte Handy seiner Ex-Frau Haja anzapfen

Mit Spähsoftware Pegasus  

Emir von Dubai wollte Handy seiner Ex-Frau anzapfen

07.10.2021, 10:07 Uhr | dpa

Emir von Dubai wollte Handy seiner Ex-Frau Haja anzapfen. Scheich Mohammed bin Raschid al-Maktum und Prinzessin Haja Bint al-Hussein: Das Paar ist inzwischen getrennt.  (Quelle: dpa/Steve Parsons/PA Wire)

Scheich Mohammed bin Raschid al-Maktum und Prinzessin Haja Bint al-Hussein: Das Paar ist inzwischen getrennt. (Quelle: Steve Parsons/PA Wire/dpa)

Ihre Töchter wurden verschleppt und entführt, sie selbst floh vor ihrem Mann: Ein Gericht hat nun bestätigt, dass der Emir von Dubai seine Ex-Frau mit dem Pegasus-Programm überwachen wollte.

Der Emir von Dubai wollte einem britischen Gericht zufolge das Handy seiner Ex-Frau Haja überwachen lassen. Scheich Mohammed bin Raschid al-Maktum habe mithilfe der Spähsoftware Pegasus versucht, Handys ausspionieren zu lassen und damit gegen britische Gesetze verstoßen und Menschenrechte verletzt, wie der High Court in London am Mittwoch bekanntgab. Neben seiner Ex-Frau sollen auch deren Anwälte und weitere Beschäftigte betroffen gewesen sein.

Prinzessin Haja sagte der BBC zufolge, sie habe sich "gejagt und verfolgt" gefühlt. Scheich Mohammed, als Emir von Dubai und Ministerpräsident der Vereinigten Arabischen Emirate einer der mächtigsten Männer des Landes, hatte die Hacker-Vorwürfe von sich gewiesen. Das Gericht kam dagegen zu dem Schluss, dass die Überwachungsversuche im Auftrag des Scheichs ausgeführt wurden.

Prinzessin aus Cambridge nach Dubai verschleppt 

Im vergangenen Jahr stellte ein Gericht in London im langen Sorgerechtsstreit der beiden bereits fest, dass Scheich Mohammed die Entführung zweier Töchter angeordnet hatte. Prinzessin Schamsa wurde im Jahr 2000 aus Cambridge nach Dubai verschleppt, nachdem sie versucht hatte, sich abzusetzen. Ihre jüngere Schwester Latifa wurde 2018 nach eigener Aussage bei einem Fluchtversuch gestoppt und gewaltsam zurück nach Dubai gebracht. Zuletzt hatten Urlaubsfotos Spekulationen genährt, dass Latifa mittlerweile in Freiheit leben könnte.

Prinzessin Haja wiederum war nach London geflohen, um sich dem Zugriff des Emirs zu entziehen. Sie gab an, mit dem Tod bedroht worden zu sein – auch, weil sie Sorge über die Behandlung der beiden Töchter geäußert hatte. Der Emir hatte die Vorwürfe stets abgestritten.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Madeleinetchibo.deOTTOWeltbildbonprix.deLIDLBabistadouglas.deMadeleine

shopping-portal

Hinweis:

Der Internet Explorer wird nicht länger von t-online unterstützt!

Um sicherer und schneller zu surfen, wechseln Sie jetzt auf einen aktuellen Browser.

Wir empfehlen unseren kostenlosen t-online-Browser: