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Mexiko: Deutsche und Inderin bei Schießerei zwischen Drogenbanden getötet

Beliebter Urlaubsort in Mexiko  

Deutsche und Inderin bei Schießerei in Tulum getötet

22.10.2021, 08:59 Uhr | AFP, dpa

Mexiko: Deutsche und Inderin bei Schießerei zwischen Drogenbanden getötet . Touristen an einem Strand in Tulum: Der beliebte Urlaubsort in Mexiko ist auch Schauplatz des Drogenkriegs. (Quelle: Michael Runkel/imago images)

Touristen an einem Strand in Tulum: Der beliebte Urlaubsort in Mexiko ist auch Schauplatz des Drogenkriegs. (Quelle: Michael Runkel/imago images)

Bluttat im Urlaubsparadies: In einer Bar kommt es zu einer Schießerei zwischen rivalisierenden Drogenbanden. Zwei Urlauberinnen sterben, darunter eine Deutsche. Drei weitere Touristinnen werden verletzt. 

Bei einer Schießerei im mexikanischen Urlaubsort Tulum sind eine deutsche und eine indische Touristin getötet worden. Zwei Männer aus Deutschland und eine Frau aus den Niederlanden wurden verletzt, wie die Generalstaatsanwaltschaft des Bundesstaates Quintana Roo der Nachrichtenagentur dpa mitteilte. Zwei rivalisierende Drogenbanden hätten in der Bar "La Malquerida" in der Nacht auf Donnerstag (Ortszeit) aufeinander geschossen. Die Nachrichtenagentur afp hatte zunächst von drei weiblichen Verletzten berichtet.

Die Behörden nahmen Kontakt mit den entsprechenden Konsulaten auf, wie die Generalstaatsanwaltschaft weiter mitteilte. Eines der Opfer sei vor Ort gestorben, die zweite Frau starb später im Krankenhaus an ihren Verletzungen. Die Polizei habe eine Untersuchung und die Fahndung nach den Tätern eingeleitet. Ein Täter sei später verletzt in einem Krankenhaus gefunden worden. Tulums Bürgermeister Marciano Dzul sagte dem TV-Sender Milenio, die Opfer hätten keinerlei Verbindungen zu den Bandenmitgliedern. 

Tulum, südlich von Cancún, ist ein beliebtes Urlaubsziel an der Karibikküste. Schöne Strände, archäologische Stätten und Partys locken Touristen aus der ganzen Welt an. Allerdings kommt es immer wieder zu Gewalttaten in Verbindung mit dem Drogenhandel. Zudem sind in der Region verschiedene Kartelle in Schutzgelderpressung verwickelt.

Welle der Gewalt in beliebtem Touristenort

Dzul räumte ein, dass der bei Touristen beliebte Badeort an der Karibikküste derzeit eine Welle der Gewalt erlebe. Hintergrund seien Kämpfe zwischen kriminellen Banden, die um Einflussgebiete im Drogenhandel und bei der Schutzgelderpressung konkurrieren. Die örtliche Polizei sei schlecht ausgerüstet, klagte der Rathauschef. Er werde deshalb die Nationalgarde und die Streitkräfte um Unterstützung bitten.

Das Sicherheitsministerium von Quintana Roo hatte zuletzt sechs kriminelle Organisationen identifiziert, die in Tulum aktiv sind, darunter das Sinaloa-Kartell und das Verbrechersyndikat Cártel Jalisco Nueva Generación. In den vergangenen Monaten war es immer wieder zu Schießereien und Angriffen mit mehreren Toten gekommen. Erst im Juni war eine Frau aus den USA von einem Querschläger getroffen und verletzt worden.

Mexiko leidet unter einem massiven Gewaltproblem. Jeden Tag werden in dem lateinamerikanischen Land fast 100 Tötungsdelikte registriert. Hinzu kommen mehr als 88.000 Menschen, die als verschwunden gelten. Die meisten Taten werden nie aufgeklärt.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagenturen afp und dpa

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