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47-Jähriger nach Polizeieinsatz gestorben – Polizei äußert sich

Von dpa, t-online
Aktualisiert am 03.05.2022Lesedauer: 3 Min.
Die Spurensicherung arbeitet am Tatort in Mannheim, an dem ein Mann nach einer Polizeikontrolle gestorben ist.
Die Spurensicherung arbeitet am Tatort in Mannheim, an dem ein Mann nach einer Polizeikontrolle gestorben ist. (Quelle: René Priebe/dpa-bilder)
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Ein Mann wird von der Polizei kontrolliert, leistet Widerstand, wird überwältigt – und stirbt im Krankenhaus. Ein Video, das den Vorfall angeblich zeigen soll, sorgt für Empörung. Nun äußert sich die Polizei.

Nach dem Tod eines Mannes bei einer Polizeikontrolle in Mannheim wird der Einsatz vor allem in den Sozialen Medien heftig kritisiert. Die Gewerkschaft der Polizei (GDP) verurteilte Hass- und Hetzbotschaften in den Sozialen Medien im Zusammenhang mit dem Vorfall scharf. Die Staatsanwaltschaft kündigte für den Lauf des Tages eine Mitteilung an.

GdP-Landeschef Gundram Lottmann sagte, solche Reaktionen seien nicht nur völlig unangemessen, sondern auch menschenverachtend. "Wir alle sind betroffen von dem traurigen Vorfall, vor allem die eingesetzten Beamten selbst. Derzeit ist weder die Todesursache bekannt, noch liegen konkrete Ermittlungsergebnisse vor." Die Leiche des Mannes soll bald obduziert werden – wann, ist nach Angaben des Landeskriminalamtes (LKA) Baden-Württemberg vom Dienstag noch nicht bekannt.

Linken-Abgeordnete fordert "lückenlose Aufklärung"

Die Linken-Bundestagsabgeordnete Gökay Akbulut (Linke) aus Mannheim forderte eine lückenlose Aufklärung des Polizeieinsatzes. Sie erreichten viele Fälle von Gewalteinsätzen durch die Polizei, die nicht zureichend aufgeklärt werden. "Besonders häufig passiert das, wenn es keine Zeugen gibt und keine Videoaufzeichnungen existieren. Strukturelle Defizite in der Polizei müssen beleuchtet werden. Es ist wichtig, mit weiteren Protestveranstaltungen den Druck aufrechtzuerhalten, damit es eine lückenlose Aufklärung gibt."

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Der Vorsitzende des Bundeszuwanderungs- und Integrationsrats (BZI), Memet Kilic, sagte, die Polizei habe als ausführendes Organ der Exekutive in ihrem Handeln weitreichende Eingriffsmöglichkeiten in die Grundrechte der Bürger. Deshalb müsse sie einer wachsamen demokratischen Kontrolle unterliegen: "Das im Netz verbreitete Video über den polizeilichen Einsatz, bei dem ein Mann mit Migrationshintergrund ums Leben kam, sorgt zu Recht für Fragezeichen. Umso wichtiger ist es nun, dass die Polizei Mannheim, das Landeskriminalamt Baden-Württemberg und die Staatsanwaltschaft eine transparente und rassismuskritische Aufklärung dieses Todes vorantreiben."

LKA: Frage nach der Nationalität "spielt für unsere Ermittlungen keine Rolle"

Kilic bezieht sich in seiner Aussage auf ein Video, das den Polizeieinsatz zeigen soll, nachdem der 47-Jährige gestorben war. Darin ist zu sehen, wie ein Mann bäuchlings auf dem Boden liegt. Zwei Polizisten knien über ihm, offenbar um ihm Handschellen anzulegen. Der Mann versucht, sich zu wehren. Als er sich aufrichten will, schlägt ihm einer der Beamten mit der Faust zweimal gegen den Kopf. Ob dieses Video echt ist oder überhaupt die fragliche Polizeikontrolle zeigt, ist bislang jedoch nicht geklärt.

Nach Vorwürfen rassistisch motivierter Gewalt hatte das LKA zudem Spekulationen darum dementiert, dass der Mann türkischer Staatsbürger sei. Dies sei nicht der Fall. Welche Nationalität der 47-Jährige hatte, wurde auch am Dienstag nicht mitgeteilt. "Das spielt für unsere Ermittlungen keine Rolle", sagte der LKA-Sprecher.

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Polizei wurde vom Institut für Seelische Gesundheit gerufen

Über das genaue Geschehen lagen zunächst nicht viele Details vor: Wie die Behörden mitteilten, hatte ein Arzt des Zentralinstituts für Seelische Gesundheit Mannheim die Polizei auf den 47-Jährigen – einen Patienten – aufmerksam gemacht. Dieser bedürfe Hilfe. Die beiden Beamten und der Arzt machten sich daraufhin auf die Suche nach dem Mann, bis sie ihn in der Innenstadt entdeckten und überprüfen wollten.

Gegen die Kontrolle habe er sich zur Wehr gesetzt und sei daraufhin von den Polizisten überwältigt worden. Bei dem Einsatz hätten die Beamten "unmittelbaren Zwang angewandt", hieß es. Einzelheiten dazu nannten Staatsanwaltschaft und LKA nicht. Der Mann sei daraufhin "kollabiert" und "aus bislang unbekannter Ursache reanimationspflichtig" geworden. Die Einsatzkräfte und der Arzt hätten "umgehende Erste-Hilfe-Maßnahmen eingeleitet". "Herbeigerufene Rettungskräfte versorgten den Bewusstlosen und brachten ihn in die Universitätsklinik Mannheim", hieß es. Dort sei er dann verstorben. Warum der Mann Hilfe benötigte und die Polizisten ihn fixierten, ist bislang unklar.

Nach Angaben eines Polizeisprechers kamen am Abend rund 100 bis 150 Menschen auf dem Marktplatz zusammen, um wegen des Vorfalls zu demonstrieren. Linke Gruppen forderten in sozialen Medien Aufklärung. Die Demonstranten warfen der Polizei auf Schildern rassistische Gewalt vor. Auf Twitter reagierten viele Nutzer mit Empörung.

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