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Eifel: US-General gibt Akkordeon nach siebzig Jahren zurück

Seit Weltkrieg verschollen  

US-General gibt Akkordeon nach siebzig Jahren zurück

28.11.2019, 14:45 Uhr | dpa

Eifel: US-General gibt Akkordeon nach siebzig Jahren zurück. Scott A. Kindsvater übergibt Christel Nierhoff das Akkordeon: Kindsvaters Großvater hatte das Instrument im Krieg bei einem toten Wehrmachtssoldaten gefunden. (Quelle: dpa/Henning Kaiser)

Scott A. Kindsvater übergibt Christel Nierhoff das Akkordeon: Kindsvaters Großvater hatte das Instrument im Krieg bei einem toten Wehrmachtssoldaten gefunden. (Quelle: Henning Kaiser/dpa)

Eine deutsche Familie hat ein Akkordeon zurückerhalten, das seit dem Zweiten Weltkrieg verschollen war. Ein Amerikaner hatte das Instrument geerbt – und machte sich auf die Suche nach den ursprünglichen Besitzern.

Nach mehr als 70 Jahren hat ein Akkordeon seinen Weg zurück zu seiner deutschen Besitzerfamilie gefunden, das im Zweiten Weltkrieg verloren gegangen war. Die Familie erhielt das Instrument am Donnerstag in der nordrhein-westfälischen Stadt Schleiden in der Eifel zurück. Die Übergabe fand durch einen amerikanischen Nato-General statt, dessen Großvater es einst nach einem Gefecht bei einem gefallenen Soldaten gefunden und mitgenommen hatte.

Das Foto des US-Soldaten Andrew Kindsvater, der das Akkordeon fand, lehnt an dem Instrument: Sein Enkel brachte das Akkordeon nun zurück in die Eifel. (Quelle: dpa/Henning Kaiser)Das Foto des US-Soldaten Andrew Kindsvater, der das Akkordeon fand, lehnt an dem Instrument: Sein Enkel brachte das Akkordeon nun zurück in die Eifel. (Quelle: Henning Kaiser/dpa)

"Danke, dass Sie uns erlauben, dass das passiert", sagte General Scott A. Kindsvater. Kindsvater hatte das Akkordeon 2011 geerbt und die Inschrift darauf bemerkt: "M. Kupp, Schleiden/Eifel, Blumenthalerstr. 3".

"Ich hätte nie gedacht, dass das noch mal auftaucht"

Wie sich mit Hilfe der Schleidener Verwaltung herausfinden ließ, handelte es sich bei "M. Kupp" um Mia Kupp, die 2011 starb. Nun nahm ihre Schwester Christel Nierhoff das Instrument stellvertretend entgegen. "Wahnsinn", sagte die 87-Jährige. "Ich hätte nie gedacht, dass das noch mal auftaucht."
 

 
Wie das Akkordeon letztlich genau den Weg von seiner Besitzerin Mia Kupp zu dem toten deutschen Soldaten fand, ließ sich allerdings nicht mehr klären.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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