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Spanien: Babys im Krankenhaus vertauscht – Frau klagt

Bei falscher Familie aufgewachsen  

Babys im Krankenhaus vertauscht – Frau klagt

08.09.2021, 14:53 Uhr | t-online, pdi

Spanien: Babys im Krankenhaus vertauscht – Frau klagt. Zwei Neugeborene im Krankenhaus (Symbolbild): In Nordspanien wurden 2002 in einem Krankenhaus zwei Babys vertauscht.  (Quelle: imago images)

Zwei Neugeborene im Krankenhaus (Symbolbild): In Nordspanien wurden 2002 in einem Krankenhaus zwei Babys vertauscht. (Quelle: imago images)

Kurz nach ihrer Geburt wurden zwei Babys in einem spanischen Krankenhaus vertauscht und dann von jeweils fremden Familien aufgezogen. Nun klagt eine 19-jährige Betroffene auf Schadensersatz. 

Eine 19-jährige Frau fordert drei Millionen Euro Schadensersatz von einem regionalen Gesundheitsamt in Spanien, da sie als Neugeborenes in einem Krankenhaus mit einem anderen Baby vertauscht wurde. Der "Guardian" hatte zunächst mit Verweis auf spanische Medien über den Vorfall berichtet.

DNA-Test klärt Verwechslung auf

Demnach wurden die beiden Babys im Jahr 2002 in der Region La Rioja in einem Abstand von fünf Stunden geboren. Beide Neugeborene waren untergewichtig und wurden in dem Krankenhaus zunächst in Inkubatoren gelegt. Dann wurden sie offenbar versehentlich an die jeweils falschen Familien übergeben.

Die Identitäten der heute 19-Jährigen gab die spanische Zeitung "La Rioja" nicht bekannt. Ein Mädchen wuchs offenbar bei falschen Eltern auf, das andere bei einer Frau, dass sie für seine Großmutter hielt. 

Die Verwechslung kam nach einem DNA-Test vor vier Jahren zufällig ans Licht. Die Großmutter warf dem vermeintlichen Vater der Jugendlichen vor, seine Pflichten zu vernachlässigen. In der Folge wurde ein Vaterschaftstest gemacht – mit dem schockierenden Ergebnis. Ein weiterer Test ergab dann, dass die vermeintliche Mutter auch nicht die leibliche Mutter war. 

"Es war menschliches Versagen"

Die regionale Gesundheitsbehörde schritt daraufhin ein, untersuchte den Vorfall. Es kam heraus, dass es nur ein mögliches Baby gab, mit dem die Frau als Neugeborene vertauscht werden konnte.

"Es war menschliches Versagen und wir konnten nicht herausfinden, wer dafür die Verantwortung trägt", sagte Sara Alba, regionale Gesundheitschefin von La Rioja, am Dienstag auf einer Pressekonferenz. "Die Systeme waren technisch nicht so weit fortgeschritten wie heute." In der heutigen Zeit könne so ein Vorfall nicht passieren.

Dennoch könnte die Verwechslung für die Gesundheitsbehörde teuer werden. Eine 19-Jährige hat auf drei Millionen Euro Schadensersatz geklagt. Auch die andere Frau, die vor 19 Jahren an eine falsche Familie übergeben wurde, haben die Behörden über den Fehler informiert. 

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