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Bayern: Scheu und unauffällig – "Vorbild-Bär" im Allgäu gesichtet

"Arttypisch scheu und unauffällig"  

"Vorbild-Bär" im Allgäu gesichtet

21.10.2019, 15:27 Uhr | dpa

Bayern: Scheu und unauffällig – "Vorbild-Bär" im Allgäu gesichtet. Eine Aufnahme des Braunbären von einer Wildkamera aus Österreich: Eine Touristin hatte Kotspuren des Tieres in Deutschland gefunden. (Quelle: dpa/Anton Klotz)

Eine Aufnahme des Braunbären von einer Wildkamera aus Österreich: Eine Touristin hatte Kotspuren des Tieres in Deutschland gefunden. (Quelle: Anton Klotz/dpa)

Nach "Problembär" Bruno im Jahr 2006 ist erstmals wieder ein Bär in Bayern gesichtet worden. Jedoch verhalte sich das Tier bislang unproblematisch. Ob er sich noch in Deutschland aufhält, ist unklar.

In den Allgäuer Alpen ist mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Bär unterwegs gewesen. Eine Touristin habe am 1. Oktober ein Foto aufgenommen, auf dem Kotspuren eines Bären zu sehen seien, teilte das bayerische Umweltministerium in München am Freitag mit. Das Foto sei den Behörden am 16. Oktober zur Verfügung gestellt worden.

"Möglicherweise handelt es sich um das Tier, das bereits am 9. Oktober in Tirol nachgewiesen wurde", heißt es in der Mitteilung des Ministeriums weiter. In Tirol streifte ein junger Braunbär durch die Wälder um Reutte am Plansee. Er wurde von einer Wildkamera fotografiert.

Der Bär kommt wahrscheinlich aus Italien

Es ist die zweite Sichtung eines Bären in dieser Gegend in diesem Jahr. Das jetzt gesichtete Tier soll nach Einschätzung von Experten ein Jungtier mit gutmütiger Erscheinung sein. Es verhalte sich "arttypisch scheu und unauffällig", teilte das Landesamt für Umwelt mit. Möglicherweise stammt der Bär aus dem Trentino. Die italienische Alpenregion liegt etwa 120 Kilometer entfernt.

Es gebe derzeit trotz der einwandfreien Zuordnung der Losung des Tieres keinen Anhaltspunkt dafür, dass sich der Bär weiterhin in Bayern aufhalte. Dennoch hätten die zuständigen Behörden im Freistaat Vorbereitungen getroffen. Wanderer und Bevölkerung seien aufgerufen, keine Essensreste in freier Wildbahn zu hinterlassen. Im Falle einer direkten Begegnung sei Abstand zu halten. "Unser Netzwerk Große Beutegreifer ist informiert und sammelt alle Erkenntnisse vor Ort", sagte Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler).

Der ausgestopfte Bär JJ1, besser bekannt als Bruno, im Schloss Nymphenburg in München: Das Tier wurde 2006 nach langer Debatte erschossen.  (Quelle: imago images)Der ausgestopfte Bär JJ1, besser bekannt als Bruno, im Schloss Nymphenburg in München: Das Tier wurde 2006 nach langer Debatte erschossen. (Quelle: imago images)

Die Diskussion um den Umgang mit wilden Bären war insbesondere entfacht worden, nachdem im Jahr 2006 der als Bruno bekannte Braunbär in Bayern umherstreifte und mehrere Nutztiere riss. Der Bär, vom damaligen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber (CSU) als "Problembär" bezeichnet, wurde letztlich erschossen.
 

 
Der Landesbund für Vogelschutz (LBV) in Bayern rief angesichts der neuen Bärensichtung sogleich zur Besonnenheit auf. "Der Braunbär verhält sich absolut unauffällig, er ist praktisch ein Vorbild-Bär", sagte der LBV-Landesfachbeauftragte Andreas von Lindeiner.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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