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Nicht vermittelbar: Tierheime haben mit Problem-Hunden zu kämpfen

Nicht vermittelbar  

Tierheime haben mit Problem-Hunden zu kämpfen

23.01.2020, 10:43 Uhr | dpa

Nicht vermittelbar: Tierheime haben mit Problem-Hunden zu kämpfen. Ein Hund im Käfig: "Ohne intensives Hundetraining nicht vermittelbar." (Quelle: imago images/Jean Michel Labat)

Ein Hund im Käfig: "Ohne intensives Hundetraining nicht vermittelbar." (Quelle: Jean Michel Labat/imago images)

Sie sind traumatisiert, schlecht erzogen und schwer vermittelbar – problematische Hunde machen deutschen Tierheimen zunehmend zu schaffen. Die Ursache des Problems liegt wohl im Internet.

In Tierheimen sitzen immer mehr schwer vermittelbare Hunde. Ihre Besitzer haben sie im Internet gekauft – und sind mit der Haltung überfordert. Sehr oft handele es sich um frühere Straßenhunde aus Südeuropa oder Zuchttiere von sogenannten Hobbyzüchtern, sagt die erste Vorsitzende des Trierer Tierschutzvereins, Inge Wanken. Viele von ihnen hätten wie "Wanderpokale" bereits mehrfach den Besitzer gewechselt, bevor sie im Tierheim abgegeben würden.

Manche Tiere seien extrem ängstlich, andere würden beißen, könnten nicht alleine bleiben oder ließen keinen Menschen an sich. "Das sind keine Hunde, die junge Familien mit Kindern wollen. Ohne intensives Hundetraining sind sie nicht vermittelbar." Um auf das wachsende Problem mit schwierigen Hunden aufmerksam zu machen, haben sieben Tierheime und Vereine in Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Hessen das "Bündnis Schattenhund" gegründet.

Problematische Hunde verschwinden in Tierheimen

"Schattenhunde sind Hunde, die irgendwann keiner mehr sieht, weil sie seit Jahren im Tierheim sind – und sie keiner mehr holt", sagt Hundetrainerin Wanken. Zum "Bündnis Schattenhund" gehörten auch die Tierheime in Koblenz, Aachen, Tiere in Not Odenwald, Zweibrücken, Gelnhausen und die Tierhelfer Ingelheim.

Die Problematik mit schwer vermittelbaren Hunden nehme bundesweit in allen Tierheimen zu, sagt der Vorsitzende des rheinland-pfälzischen Landesverbandes vom Deutschen Tierschutzbund, Andreas Lindig. Vor allem durch den Handel mit Welpen, die übers Internet aus dem Ausland gekauft würden, sei die Situation "massiv eskaliert". "Ich sage immer: Finger weg von Online-Hunden!" Man solle seriöse Vereine unterstützen, die die Tiere auch wieder zurücknehmen würden.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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