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Stadt Selters will Hundehalter durch Kot der Tiere identifizieren

Selters in Rheinland-Pfalz  

Stadt will Hundehalter durch Kot der Tiere identifizieren

20.02.2021, 11:00 Uhr | dpa

Stadt Selters will Hundehalter durch Kot der Tiere identifizieren. in Mann greift auf einer Wiese nach einem Hundehaufen

Ein Mann greift auf einer Wiese mit einem Hundekotbeutel nach einem Hundehaufen. Foto: Christoph Schmidt/dpa/Symbolbild (Quelle: dpa)

Die Gemeinde Selters will eine DNA-Datenbank für Hunde anlegen. Tretbomben auf Bürgersteigen sollen so zu den Tierbesitzern zurückverfolgt werden können. Der Vorschlag liegt schon im Innenministerium auf dem Tisch. 

Das rheinland-pfälzische Innenministerium prüft derzeit, ob eine Rechtsgrundlage für die Einrichtung einer DNA-Datenbank für Hunde geschaffen werden sollte. Mit dieser Idee sei die Stadt Selters im Westerwaldkreis an das Ministerium herangetreten, erklärte ein Sprecher. Stadtvertreter versprechen sich von einer solchen Datenbank, anhand des Kots der Hunde die Halter ausfindig zu machen und gegebenenfalls zur Kasse zu bitten. Zunächst hatte die "Rhein-Zeitung" darüber berichtet.

Das Problem unerwünschter Hinterlassenschaften von Hunden beschäftigt Rolf Jung (Freie Wähler), Stadtbürgermeister von Selters, seit Jahren. "Ich war es leid, dass immer nur darüber geredet wird", sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Als ehemaliger Polizist kam ihm die Idee, mithilfe eines Speichelabstrichs der Hunde eine Datenbank anzulegen. Er beauftragte einen Fachanwalt, das rechtlich zu prüfen. Dessen Bericht schickte er nach eigenen Angaben zusammen mit einer Situationsbeschreibung an das Innenministerium, da nur dieses die Genehmigung für ein solches Vorhaben erteilen könne.

Nach Angaben der Verbandsgemeindeverwaltung Selters liegt das Bußgeld für Hundekot momentan unter 100 Euro. Derzeit seien 1.710 Hunde in der Verbandsgemeinde Selters registriert, davon 201 in der Stadt Selters. Laut Mitteilung eines Ministeriumssprechers sind die Erfolgsaussichten der Initiative allerdings gering. Eine gesetzliche Regelung wie von der Stadt Selters vorgeschlagen, erscheine zur Lösung der dort geschilderten Problematik weder zielführend noch verhältnismäßig.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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