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Wie eingeschleppte Tierarten MilliardenschÀden verursachen

Von dpa
Aktualisiert am 20.04.2021Lesedauer: 2 Min.
Fischkutter in der Nordsee: Laut Studie könnten gebietsfremde Parasiten auch "katastrophale EinbrĂŒche in der kommerziellen Fischerei verursachen".
Fischkutter in der Nordsee: Laut Studie könnten gebietsfremde Parasiten auch "katastrophale EinbrĂŒche in der kommerziellen Fischerei verursachen". (Quelle: /imago-images-bilder)
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Wenn fremde Tier- und Pflanzenarten in andere Regionen der Erde einwandern, verschwinden heimische Arten. Aber auch wirtschaftliche SchÀden in Milliardenhöhe sind die Folge.

Aus anderen Erdregionen eingeschleppte Tiere und Pflanzen können SchÀden in Milliardenhöhe verursachen. Das gelte vor allem dann, wenn sie kommerziell genutzte Arten verdrÀngen oder Krankheiten beim Menschen verursachen, berichtet ein internationales Forscherteam unter Leitung des Kieler Geomar Helmholtz-Zentrums. Demnach summierten sich die wirtschaftlichen SchÀden durch invasive aquatische Arten allein im vergangenen Jahr weltweit auf mehr als 20 Milliarden US-Dollar (knapp 17 Milliarden Euro).

Bislang untersuchten Wissenschaftler vor allem die ökologischen Folgen von invasiven Tieren und Pflanzen, schreiben die Forscher in der Fachzeitschrift "Science of the Total Environment". In der nach eigenen Angaben ersten globalen Datenanalyse stellten die 20 Wissenschaftler aus 13 LĂ€ndern nun die ökonomischen Kosten zusammen, die speziell durch aquatische Invasoren verursacht werden – also durch Wasserbewohner.

345 Milliarden US-Dollar Schaden durch Wasserbewohner

"Wir kommen zu dem Ergebnis, dass invasive aquatische Arten, die sich in ihren neuen LebensrĂ€umen etabliert haben, seit den 1970er Jahren mindestens 345 Milliarden US-Dollar gekostet haben", sagt der Kieler Erstautor Ross Cuthbert. So können etwa invasive Muscheln die Einlassrohre von Fabriken, Kraftwerken oder Wasseraufbereitungsanlagen verstopfen. Oder gebietsfremde Parasiten könnten "katastrophale EinbrĂŒche in der kommerziellen Fischerei verursachen".

Letztlich vermuten die Forscher, dass die weltweiten Kosten durch eingeschleppte Arten noch sehr viel höher ausfallen. Aufgrund von WissenslĂŒcken wĂŒrden die wahren Kosten stark unterschĂ€tzt, betont der Ökologe Cuthbert. "FĂŒr viele LĂ€nder und bekannte schĂ€dliche invasive Arten, vor allem in Afrika und Asien, wurden die Kosten nie gemeldet. Wir können also davon ausgehen, dass die SchĂ€den in Wirklichkeit viel höher sind."

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Ein Viertel der eingeschleppten Arten sind Wasserbewohner

Ein Vergleich mit den Kosten, die von invasiven Arten an Land verursacht werden, bestĂ€tige das, betont das Team. WĂ€hrend aquatische Spezies ein Viertel der dokumentierten invasiven Arten stellten, machten die von ihnen verursachten wirtschaftlichen Kosten nur ein Zwanzigstel dessen aus, was fĂŒr terrestrische Arten bekannt sei, heißt es.

FĂŒr die Studie nutzte das Team FĂ€lle, die in der Literatur dokumentiert wurden, und erstellte daraus eine Datenbank. In GewĂ€ssern verursachten demnach wirbellose Tiere mit 62 Prozent den grĂ¶ĂŸten Anteil der ermittelten Kosten. Wirbeltiere waren fĂŒr 28 Prozent verantwortlich, Pflanzen fĂŒr sechs Prozent. Die grĂ¶ĂŸten Kosten wurden in Nordamerika (48 Prozent) und Asien (13 Prozent) gemeldet.

Mehr Geld in die Verhinderung neuer Einschleppungen investieren

Bedenklich sei, dass weniger als ein Zehntel jener BetrĂ€ge, die zur Behebung von SchĂ€den investiert wurden, fĂŒr Managementmaßnahmen wie etwa zur Verhinderung kĂŒnftiger Invasionen ausgegeben wĂŒrde, schreiben die Wissenschaftler. Sie fordern, mehr Mittel in das Management und die PrĂ€vention von Invasionen zu investieren. "Das wĂ€re gut angelegtes Geld, um aktuelle und zukĂŒnftige SchĂ€den zu verhindern und zu begrenzen", sagt Cuthbert.

Nach Angaben des Bundesamts fĂŒr Naturschutz haben sich in Deutschland in den vergangenen 500 Jahren rund 900 gebietsfremde Tier- und Pflanzenarten in der Natur dauerhaft etabliert und ausgebreitet. Dazu kommen rund 1640 gebietsfremde Pflanzen-, 38 Pilz- und 460 Tierarten, die bislang nur vereinzelt nachgewiesen wurden.

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Von M. KĂŒper, S. Loelke, N. Lindken
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