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Philippinische Katholiken feiern Mega-Prozession


Religion
Philippinische Katholiken feiern Mega-Prozession

Von dpa
Aktualisiert am 09.01.2024Lesedauer: 2 Min.
PhilippinenVergrĂ¶ĂŸern des BildesHunderttausende GlĂ€ubige sind in den Straßen von Manila unterwegs. (Quelle: Aaron Favila/AP/dpa/dpa-bilder)
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Eine jahrhundertealte Christus-Statue soll auf den Philippinen Wunder bewirken. Erstmals seit Corona durften die GlĂ€ubigen ihr wieder huldigen - bei einem der grĂ¶ĂŸten religiösen Feste der Welt.

Bei einem der grĂ¶ĂŸten religiösen Feste der Welt sind auf den Philippinen Millionen Christen barfuß durch die Hauptstadt Manila gezogen. Die GlĂ€ubigen huldigten seit dem frĂŒhen Morgen (Ortszeit) einer lebensgroßen Jesus-Statue, dem sogenannten "Schwarzen Nazarener", der in einer sechs Kilometer langen Prozession durch die Stadt gefahren wurde.

Die Behörden schÀtzten die Teilnehmerzahl auf insgesamt 2,6 Millionen. In den vergangenen drei Jahren wurde das Mega-Event wegen der Corona-Pandemie abgesagt.

Wahrscheinlich werde der von einer riesigen Menschenmasse begleitete Zug durch die Stadt bis zur Quiapo-Kirche insgesamt 18 Stunden dauern, teilten die Veranstalter mit. Viele Philippiner glauben, dass die Statue Wunder bewirkt. 15.000 Polizisten sollten fĂŒr die Sicherheit der GlĂ€ubigen sorgen.

Zum ersten Mal wurde die Christusfigur in einem GlasbehĂ€lter durch Manila gefahren, um Teilnehmer davon abzuhalten, auf den Wagen zu klettern und sie mit ihren HĂ€nden oder mit Hand- und TaschentĂŒchern zu berĂŒhren. Viele Philippiner glauben, dass die TĂŒcher dann magische KrĂ€fte haben und Kranke heilen können. Dennoch versuchten einige, zumindest den BehĂ€lter mit dem Heiligtum zu berĂŒhren oder das teilweise aus ihm herausragende Kreuz. Andere hielten sich an dem Seil fest, mit dem der Wagen durch die Menschenmenge gezogen wurde.

OhnmachtsanfÀlle und Prellungen

Der Inselstaat ist neben dem kleinen Osttimor das einzige Land in Asien, in dem Katholiken in der Mehrheit sind. Mehr als 80 Prozent sind katholischen Glaubens.

Nach Angaben der Behörden mussten bis zum spÀten Nachmittag etwa 1000 Patienten behandelt werden, die an OhnmachtsanfÀllen, Prellungen und Atembeschwerden litten. Die Regierung hatte den Dienstag in Manila zum Feiertag erklÀrt. Der Verkauf von Alkohol wurde verboten.

Die hölzerne Jesus-Figur soll 1606 von Missionaren von Mexiko nach Manila gebracht worden sein und einen Schiffsbrand ĂŒberstanden haben. Danach bekam sie den Namen Schwarzer Nazarener. Die Prozession, die immer am 9. Januar stattfindet, erinnert daran, wie die Figur im 18. Jahrhundert zur Kirche im Stadtteil Quiapo gebracht wurde.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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