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Russische Paramilitärs sollen eigene Kameraden getötet haben

Von t-online, cry

17.11.2022Lesedauer: 2 Min.
Yevgeny Prigozhin gründete 2014 die paramilitärische Gruppe Wagner. Aus seinem gewaltsamen Führungsstil macht er kein Geheimnis.
Jewgeni Prigoschin gründete 2014 die paramilitärische Gruppe Wagner. Aus seinem gewaltsamen Führungsstil macht er kein Geheimnis. (Quelle: Mikhail Metzel/TASS/ IMAGO)
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Die russische Paramilitär-Gruppe Wagner soll 40 ihrer Mitglieder getötet haben. Zehntausende sollen zwangsrekrutiert worden sein.

In Russland hat die Söldner-Gruppe Wagner laut Angaben einer Menschenrechtsaktivistin bis zu 40 Männer aus den eigenen Reihen hingerichtet. In einem Interview mit dem unabhängigen Telegram-Kanal "We Can Explain" berichtet Olga Romanova, Gründerin der Gefangenenrechtsorganisation Russia Behind Bars, vom Mord an Dutzenden Wagner-Mitgliedern.

Die Hinrichtungen sollen demnach als Strafe für Desertion, versuchte Kapitulation, Plünderung, Alkohol- oder Drogenmissbrauch und "sexuelle Beziehungen", also möglicherweise Vergewaltigung, erfolgt sein. Gerichtsverfahren habe es laut Romanova nicht gegeben. Wagner-Anführer Jewgeni Prigoschin hatte in der Vergangenheit bereits offen zugegeben, Mitglieder für Regelbrüche zu töten.

Bis zu 40.000 Zwangsrekrutierte

Während die Gruppe nach eigenen Angaben bisher nur auf freiwillige Rekruten setzt, sei die Strategie inzwischen eine andere, so Romanova. Demnach sollen in den vergangenen Wochen 35.000 bis 40.000 Gefängnisinsassen aus ganz Russland angeworben worden sein. Auch der Telegram-Kanal "We Can Explain" und die Plattform Tayga.info berichten über Zwangsrekrutierungen in Haftanstalten. Einige Gefangene wurden Angehörigen zufolge gefoltert, damit sie sich den Paramilitärs anschließen.

So habe Romanova von Familienmitgliedern der Betroffenen gehört, dass es beispielsweise in der Strafkolonie IK-37 in der Region Kuzbass zu "massiven Demütigungen, Schlägen von Gefangenen, Folter und dem Einsatz von Elektroschockern" gekommen sei. Der Bruder eines Mannes sagte demnach, sein inhaftierter Verwandter sei "19 Stunden lang an heiße Heizkörper gefesselt" gewesen.

"Wir wissen mit Sicherheit, dass Gefangene gezwungen werden, Verträge zu unterschreiben, um in den Krieg zu ziehen. Einige werden so schlimm geschlagen, dass sie sich nur noch mithilfe von Zellengenossen bewegen können", zitiert Romanova einen Angehörigen.

Kreml deckt die Paramilitärs

In mehreren Strafkolonien soll der Kontakt zur Außenwelt abgebrochen sein, seitdem dort Wagner-Anwerber aufgetaucht sind. Menschenrechtsaktivistin Romanova geht davon aus, dass die Kontaktsperre dazu dient, Familien davon abzuhalten, ihre gefangenen Brüder, Väter und Ehemänner vor dem Beitritt bei der paramilitärischen Gruppe zu warnen.

Sowohl die Zwangsrekrutierung als auch die außergerichtlichen Hinrichtungen verstoßen gegen russische Gesetze. Doch der Kreml decke die Aktivitäten der Gruppe Wagner, so Romanova. "Ihnen droht keine Strafe dafür, dass sie [ihre eigenen Männer] umbringen", sagt sie. Auf Anfragen über das Schicksal eines Verurteilten antworte die russische Strafvollzugsbehörde, es handele sich bei diesen Informationen um "Staatsgeheimnisse".

Bereits am 12. November war im Internet ein Video aufgetaucht, das die Tötung des Wagner-Rekruten Jewgeni Nuschin zeigt. Zuerst tauchte das Video mit dem Titel "Bestrafung eines Verräters" auf dem Telegram-Kanal "Grey Zone" auf, der mit der Gruppe Wagner in Verbindung gebracht wird.

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Verwendete Quellen
  • Twitter-Thread des Militär-Historikers Chris Owens (15.11.2022)
  • "We Can Explain": Interview mit Olga Romanova (15.11.2022)
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