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Ehemaliger Wagner-Kommandeur in Norwegen festgenommen

Von Reuters, cry

Aktualisiert am 23.01.2023Lesedauer: 1 Min.
Norwegens Justizministerin Emilie Enger Mehl beim Besuch eines Grenzpostens bei Kirkenes, nahe der russischen Grenze (Archivbild): Nach einem illegalen Grenzübertritt Anfang Januar, könnte ein ehemaliger russicher Söldner nun abgeschoben werden.
Norwegens Justizministerin Emilie Enger Mehl beim Besuch eines Grenzpostens bei Kirkenes, nahe der russischen Grenze (Archivbild): Nach einem illegalen Grenzübertritt Anfang Januar könnte ein ehemaliger russicher Söldner in Haft kommen. (Quelle: IMAGO/Forsvaret)
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Er wollte in Norwegen der russischen Söldner-Truppe entkommen, doch nun wurde er festgenommen: Ex-Wagner-Mitglied Medwedew fürchtet eine Abschiebung.

Ein unlängst nach Norwegen geflohener früherer Kommandeur einer Einheit der Söldner-Truppe Wagner ist am Mitwoch von der Polizei festgenommen worden. Es werde geprüft, ob es eine richterliche Entscheidung über ein Inhaftierung von Andrei Medwedew geben solle, teilt die norwegische Polizei mit.

Medwedews Anwalt Brynjulf Risnes war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Noch am Wochenende hatte Risnes auf Twitter geschrieben, Interviews mit seinem Klienten seien aus "Sicherheitsgründen" auf absehbare Zeit nicht möglich. Medwedew werde in jedem Fall weiterhin alles tun, um "Kriegsverbrechen in der Ukraine aufzuklären".

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"Brutale Ermordung" bei Abschiebung

Die russische Menschenrechtsgruppe Gulagu.net erklärt, Medwedew habe ihr in einem Telefonat mitgeteilt, er solle abgeschoben werden. In diesem Fall müsse er in Russland mit "brutaler Ermordung und Tod" rechnen, erklärt die Organisation. Nach eigenen Angaben hat die Wagner-Gruppe im Krieg gegen die Ukraine bereits mehrfach Deserteure aus den eigenen Reihen hingerichtet. Medwedew ließ über seinen Anwalt erklären, er sei selbst Zeuge einiger dieser Vorfälle geworden.

Medwedew hatte nach Angaben der norwegischen Polizei bereits Anfang Januar illegal die rund 200 Kilometer lange Grenze zwischen Russland und Norwegen übertreten und von einem Privathaus im Grenzgebiet aus um Asyl gebeten. Die Einwanderungspolizei übernahm den Fall des 26-Jährigen ehemaligen Söldnerführers daraufhin.

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur Reuters
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