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Forscher entdecken riesige Höhle im Bergischen Land

Kilometerlange Gänge  

Forscher entdecken riesige Höhle im Bergischen Land

05.04.2019, 17:45 Uhr | dpa

Forscher entdecken riesige Höhle im Bergischen Land. Forscher in der Höhle: Noch ist unklar, wie groß sie wirklich ist.  (Quelle: dpa/Arbeitskreis Kluterthöhle)

Forscher in der Höhle: Noch ist unklar, wie groß sie wirklich ist. (Quelle: Arbeitskreis Kluterthöhle/dpa)

Spektakuläre Entdeckung in Nordrhein-Westfalen: Forscher finden ein Höhlensystem, das mehrere Millionen Jahre alt ist. Erkundungstouren sollen nun Aufschluss über die tatsächliche Größe geben. 

Höhlenforscher haben im Bergischen Land in Nordrhein-Westfalen eine spektakuläre Entdeckung gemacht: Im Ründerother Mühlenberg bei Engelskirchen fanden sie eine mehrere Millionen Jahre alte, riesige Höhle. Nach Angaben der Gemeinde und des Arbeitskreises Kluterthöhle (AKKH) handelt es sich um ein weit verzweigtes Höhlensystem.

"Das ist riesengroß. Wir sind zweieinhalb Stunden durchgegangen und haben kein Ende gefunden", sagte der AKKH-Vorsitzende Stefan Voigt, der die Höhle als erster Forscher betreten hatte. Zuvor hatten andere Medien berichtet.
 

 
Gänge sind frei von Hindernissen

Bei ihren bisherigen beiden Erkundungstouren hätten die Forscher Gänge mit einer Gesamtlänge von etwa einem Kilometer abgelaufen, sagte Voigt. "Besonders ungewöhnlich ist, dass die Gänge frei waren von Hindernissen." An manchen Stellen seien sie mehr als zehn Meter hoch und bis zu fünf Meter breit. Es fänden sich Tropfsteine und Korallen. Die "Windloch" genannte Höhle soll nun ausführlich vermessen und untersucht werden.

Der AKKH hatte den Mühlenberg, der an verschiedenen Stellen Spalten und Löcher aufweise, in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder nach möglichen Höhlen abgesucht. Als aus einer dieser Spalten im Winter Nebel austrat, erhärtete sich der Verdacht. "Bei der Öffnung des Spalts kam uns sofort ein richtiger Luftzug entgegen und wir haben einen Schacht gefunden", berichtete Voigt.

Größe ist noch ungewiss

Beim Ersteinstieg vor knapp zwei Wochen seilte er sich nach eigenen Angaben 15 Meter tief ab. Nach etwa fünf Metern habe sich der enge Schacht flaschenförmig geöffnet und schließlich den Blick in mehrere Abzweigungen freigegeben.

Wie groß das unterirdische Labyrinth tatsächlich sei, könne er noch nicht abschätzen, sagte Voigt. Die größte Höhle im Rheinland sei es aber wahrscheinlich nicht.
 

 
Für die Öffentlichkeit soll das "Windloch" nicht zugänglich gemacht werden. Ganz in der Nähe befindet sich die Aggertalhöhle, die auch besichtigt werden kann.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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