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"Spiegel": Russland gibt Hitler-Akten frei

Von dpa
Aktualisiert am 02.05.2015Lesedauer: 1 Min.
Generalfeldmarschall Walter von Brauchitsch (l), der Diktator und Reichskanzler Adolf Hitler und Wilhelm Keitel, Chef des Oberkommandos der Wehrmacht, bei einer Lagebesprechung.
Generalfeldmarschall Walter von Brauchitsch (l), der Diktator und Reichskanzler Adolf Hitler und Wilhelm Keitel, Chef des Oberkommandos der Wehrmacht, bei einer Lagebesprechung. (Quelle: dpa-bilder)
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Schon im Jahr 1943, dem Jahr nach der Stalingrad-Katastrophe der Wehrmacht, wusste Adolf Hitler vermutlich schon, dass die Kriegslage aussichtslos war. Nach bislang geheimen Dokumenten habe er bereits eineinhalb Jahre vor Ende des Zweiten Weltkriegs nur noch auf Durchhalteparolen gesetzt.

So habe der Diktator in einer Lagebesprechung am 13. Oktober 1943 auf die Frage "Wie kann der Krieg siegreich beendet werden?" geantwortet: Indem man "nie verzagt, sondern jede Schwäche ausspäht und sofort wieder ausnutzt und niemals auch nur im geringsten an Kapitulation ... denkt", berichtet das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel".


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"Prinzip Hoffnung"

Der Historiker Johannes Hürter vom Institut für Zeitgeschichte sehe in der Mitschrift einen Beleg dafür, dass Hitler schon 1943 nur noch auf das "Prinzip Hoffnung" setzte. Von seinem sowjetischen Gegenspieler Josef Stalin habe Hitler behauptet, dieser scheine "nicht mehr gesund zu sein". Zudem könnten die USA aufgrund von "Sticheleien" mit den Briten "die Lust an der weiteren Fortführung des Krieges verlieren".

Insgesamt gab die russische Regierung dem Bericht zufolge mehr als zwei Millionen Blatt deutscher Beute-Akten aus dem Zweiten Weltkrieg frei. Die Dokumente stammten überwiegend aus Beständen der Wehrmacht, aber auch von SS und Polizei und liegen im Archiv des russischen Verteidigungsministeriums. Das Deutsche Historische Institut in Moskau habe jetzt die ersten 200.000 Blatt ins Netz gestellt.

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  • Marc von Lüpke-Schwarz
Von Marc von Lüpke
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