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Bundesamt für Strahlenschutz: Viele unterschätzen Gefahr durch Radon

Bundesamt für Strahlenschutz  

Viele unterschätzen Gefahr durch Radon

23.08.2019, 13:57 Uhr | dpa

Bundesamt für Strahlenschutz: Viele unterschätzen Gefahr durch Radon. Inge Paulini, Präsidentin des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS).

Inge Paulini, Präsidentin des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS). Foto: Julian Stratenschulte. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - Das Gesundheitsrisiko durch das radioaktive Gas Radon etwa in Wohnungen ist aus Sicht des Bundesamts für Strahlenschutz (BfS) in Deutschland nicht ausreichend bekannt.

"Radon ist ein ernstzunehmendes Risiko für die Gesundheit, denn nach dem Rauchen ist Radon die zweithäufigste Ursache von Lungenkrebs", sagte BfS-Präsidentin Inge Paulini der Deutschen Presse-Agentur. Viele Menschen wüssten das gar nicht. Dabei sei es oft einfach, sich zu schützen. "Dafür muss man wissen, ob die eigene Wohnung von erhöhten Radon-Werten betroffen ist. Dies lässt sich mit Messungen leicht feststellen", sagte Paulini.

Radon entsteht im Erdreich und kann von dort in Innenräume gelangen. Es ist nicht zu sehen, zu riechen oder zu schmecken. Rund fünf Prozent aller Todesfälle durch Lungenkrebs in Deutschland können dem BfS zufolge Radon zugeschrieben werden - ein Schwellenwert, unterhalb dessen das Gas mit Sicherheit ungefährlich ist, sei nicht bekannt. Bürgern empfiehlt die Behörde, als Gegenmaßnahme regelmäßig zu lüften und undichte Stellen in Keller und Erdgeschoss abdichten zu lassen.

Das Strahlenschutz-Amt lässt im Auftrag des Bundesumweltministeriums in zufällig ausgewählten Haushalten Radon-Messgeräte aufstellen. Bereits im Mai hatte das BfS die Bürger deswegen darum gebeten, an der Studie teilzunehmen. Bis Ende 2020 müssen die Bundesländer Gebiete ausweisen, in denen in vielen Gebäuden der Referenzwert von 300 Becquerel pro Kubikmeter überschritten wird, sogenannte "Radonvorsorgegebiete". Dort soll dann etwa an Arbeitsplätzen im Erd- oder Kellergeschoss das Messen Pflicht sein.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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