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Rattenplage: Großbritannien zittert vor Zehn-Kilo-Ratten

Bradford: Jagd auf gigantische Ratten

26.08.2010, 13:35 Uhr | t-online.de

Rattenplage: Großbritannien zittert vor Zehn-Kilo-Ratten. Diese Riesen-Ratten wurden von der Firma Rentokil in einer Firma in England gefangen (Foto: Rentokil.co.uk)

Diese Riesen-Ratten wurden von der Firma Rentokil in einer Firma in England gefangen (Foto: Rentokil.co.uk)

Panik in englischen Haushalten: In einer Siedlung in Bradford sind gigantische Ratten aufgetaucht, die bis zu 70 Zentimeter groß und wahrscheinlich zehn Kilo schwer werden. Die Horrorbiester sind auch in Wohnzimmern und Küchen gesichtet worden.

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Der 31-Jährige Brandon Goddard erschoss eine der Ratten mit einem Luftgewehr. Der Zeitung "The Sun" sagte der Manager einer Reinigungsfirma: "Ich habe wegen meines Berufs schon viele Ratten gesehen, aber noch nie welche, die so groß waren. Ich habe vor Angst gezittert." Vier der Tiere seien entkommen, eine habe er in den Kopf getroffen.

Julie Briggs, die in einem betroffenen Haus wohnt, hat Angst um ihre sechs Kinder. Schon die Geräusche terrorisieren sie: "Nachts kann man hören, wie sie sich gegenseitig über den Dachboden jagen." Wenn sie im Haus waren, finde sie die Spuren auch auf dem Herd; manchmal könne sie sie sehen, wenn die Familie im Wohnzimmer fernschaue.

Woher kommen die Giganten-Ratten?

Laura Drake von der "Mammal Society", die sich um die britischen Säugetiere kümmert, hat eine Vermutung: es könnte sich um Biberratten (Myocastor coypus) handeln, die ursprünglich aus Südamerika stammen. Sie wiegen bis zu zehn Kilo. Mit Schwanz sind sie über einen Meter lang, der gedrungene Körper macht davon 70 Zentimeter aus.

Die Tiere verbreiteten auf der Insel schon einmal Angst und Schrecken. Vor 20 Jahren waren einige von ihnen aus Pelztierfarmen entkommen und hatten sich vermehrt. Schließlich wurden sie in einer Großaktion ausgerottet - so dachte man bis jetzt. Laura Drake schloss nicht aus, dass damals einige Exemplare überlebt haben.

Eine Theorie, wie die Ratten so riesig werden konnten, bietet der Präsident des Yorkshire-Ratten-Clubs Colin Arundel: "Die Nager könnten, ähnlich wie bei die Menschen, immer größer werden, weil es immer mehr zu essen gibt."

Ein Geschäftsmann aus Leeds, der einige Jahre in Nigeria gelebt hat, sei sich dagegen sicher, es handle sich um die Afrikanische Rohrratte (Thryonomys swinderianus).

Angst vor den Riesen-Nagern

Nicht nur in Bradford haben Engländer nun Angst vor den riesigen Nagern. "Hoffentlich greifen diese Jumbo-Biester nicht unsere Kinder an", macht sich Reg Wilson aus London Sorgen. Der Lkw-Fahrer John Barrow fürchtet sich so sehr vor den Tieren, dass er seinen Truck nachts nicht verlässt. Unterdessen patroullieren in Bradford Beamte der Gesundheitsbehörde, beruhigen die Anwohner und versprechen, die "Ratzillas" aufzuspüren.

Ein Ratten-Paar kann bis zu 3000 Nachkommen im Jahr produzieren. Die Nager können mehr als 40 Krankheiten übertragen, darunter auch die Pest.

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