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Neue Krebsart in der Nordsee entdeckt

"Seltenes Ereignis"  

Neue Krebsart in der Nordsee entdeckt

02.05.2018, 15:32 Uhr | AFP

. Ein Flohkrebs der bekannten Art Epimeria cornigera liegt auf einem schwarzen Untergrund: Wissenschaftler haben eine zweite, bisher unbekannte Flohkrebsart entdeckt. (Quelle: dpa/Jan Beermann/Alfred-Wegener-Institut)

Ein Flohkrebs der bekannten Art Epimeria cornigera liegt auf einem schwarzen Untergrund: Wissenschaftler haben eine zweite, bisher unbekannte Flohkrebsart entdeckt. (Quelle: Jan Beermann/Alfred-Wegener-Institut/dpa)

Bisher glaubten Forscher, es gäbe in der Nordsee nur eine Spezies von Flohkrebsen. Jetzt haben Untersuchungen ergeben, dass die Experten eine Gruppe von Krebsen übersehen hatten.

Bei der neuen Krebsart handele es sich um einen Flohkrebs der Gattung Epimeria, teilte das Alfred-Wegener-Institut (AWI) in Bremerhaven mit. Flohkrebse leben in allen Weltmeeren. In der Nordsee sind sie bis zu drei Zentimeter lang und schillernd rot.

Die Entdeckung einer Tierart in der Nordsee sei ein "seltenes Ereignis", erklärte das Institut. Das Meer gehöre zu den am besten erforschten maritimen Regionen weltweit. Die Entdeckung machten AWI-Experten gemeinsam mit Kollegen der Universitäten in Oldenburg und Potsdam bei Untersuchungen von Krebstieren.

Forscher bemerkten Unterschiede innerhalb der Krebsart

Bislang gingen Wissenschaftler davon aus, dass es in der Nordsee nur eine Spezies von Flohkrebsen gibt. Den Forschern kamen nach eigenen Angaben aber Zweifel, als sie bei den Tieren kleine Unterschiede bemerkten. So hatten einige der von ihnen untersuchten Exemplare spitzere Beinplatten als andere.

Nach weiteren Untersuchungen stellte sich heraus, dass es sich tatsächlich um zwei Arten handelt, von denen eine noch nicht beschrieben wurde. In der Nordsee leben neben Flohkrebsen der schon bekannten Spezies Epimeria cornigera auch solche der neuen Art, welche die Wissenschaftler Epimeria frankei tauften.

Bei der wissenschaftlichen Beschreibung der neuen Art ging das Team, das seine Ergebnisse nun im Fachblatt "Scientific Report" veröffentlichte, außerdem neue Wege. Erstmals überhaupt erfolgte diese auch durch Darstellung der kompletten mitochondrialen DNA, also der Erbsubstanz. Bisher wurden in solchen Fällen nur äußere Merkmale beschrieben.

Die Erbgutanalyse treibt die Forschung voran

Die Einbeziehung der Erbgutanalyse in die Artbestimmung sei durch den rasanten technischen Fortschritt möglich geworden, berichteten die Forscher. Noch vor wenigen Jahren wäre dies "extrem aufwändig" gewesen. Inzwischen sei es aber einfach. Das biete bei der Erforschung der Biodiversität völlig neue Chancen.

Verwendete Quellen:
  • AFP

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