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Ramelow pocht auf Zukunft für Thüringer Opel-Werk

Erfurt  

Ramelow pocht auf Zukunft für Thüringer Opel-Werk

28.10.2021, 15:05 Uhr | dpa

Ramelow pocht auf Zukunft für Thüringer Opel-Werk. Bodo Ramelow

Bodo Ramelow (Die Linke) spricht. Foto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hat die Forderung nach einer langfristigen Perspektive für die deutschen Opel-Standorte bekräftigt. "Auch deshalb unterstützen wir Opel, wie auch andere Unternehmen des Automobilsektors, beim Strukturwandel", erklärte Ramelow nach Angaben der Staatskanzlei am Donnerstag in Erfurt. "Wir wollen - gemeinsam mit dem Bund - dass Unternehmen und Arbeitsplätze zukunftsfest bleiben beziehungsweise werden".

Zudem erneuerte Ramelow zusammen mit den Regierungschefs der anderen Opel-Länder Hessen und Rheinland-Pfalz den Wunsch nach einem persönlichen Gespräch mit Stellantis-Chef Carlos Tavares. Stellantis ist der Mutterkonzern von Opel. "Relevante Entscheidungen müssen offen und transparent kommuniziert werden", erklärten Volker Bouffier (CDU/Hessen), Malu Dreyer (SPD/Rheinland-Pfalz) und Ramelow.

Thüringens Regierungschef wird laut Staatskanzlei an diesem Freitag in Eisenach auf einer Kundgebung der IG Metall anlässlich eines bundesweiten Aktionstags für einen fairen Strukturwandel in der Automobilindustrie sprechen. Die Zukunft des Opel-Werks in Eisenach, in dem rund 1300 Menschen arbeiten, sorgt weiterhin für Diskussionen. Derzeit und noch bis Jahresende ruht die Opel-Produktion an dem Thüringer Standort wegen fehlender Elektronikteile - auch das hatte in der Region für Verunsicherung gesorgt.

Die aktuelle Situation an den deutschen Opel-Standorten verleihe dem Aktionstag der Gewerkschaft eine zusätzliche Brisanz, sagte Ramelow. "Nach dem Bekanntwerden von Plänen zu einer möglichen Ausgliederung der Standorte Rüsselsheim und Eisenach aus der Opel Deutschland GmbH ist die Ankündigung, die Abteilung Werkzeugbau in Rüsselsheim zu schließen, die nächste Hiobsbotschaft", äußerte er. Gut sei, dass die betroffenen Bundesländer an einem Strang zögen.

Die Wirtschaftspolitikerin der SPD-Landtagsfraktion, Diana Lehmann, erklärte, der Erhalt von Arbeitsplätzen habe Priorität. Sie verlangte, dass sich der Stellantis-Konzern zum Standort Eisenach bekenne. Sie richtete an die kommende Bundesregierung die Forderung nach einem Transformations-Kurzarbeitergeld.

Der Aktionstag der IG Metall "Fairwandel" beschäftigt sich mit dem Strukturwandel in der Autoindustrie. Mit Blick auf die Koalitionsverhandlungen in Berlin will die Gewerkschaft Forderungen nach einer aktiven Industrie- und regionalen Strukturpolitik sowie einer sozialen und ökologischen Energie- und Mobilitätswende und Zukunftsinvestitionen deutlich machen.

Stellantis hat nach Zahlen zum dritten Quartal in diesem Jahr bisher deutlich weniger Autos verkauft. Die Zahl der weltweit ausgelieferten Fahrzeuge ging im Vergleich zum Vorjahresquartal um 27 Prozent auf 1,13 Millionen Stück zurück, wie der aus der Peugeot- und Opelmutter PSA und Fiat Chrysler fusionierte Konzern in Amsterdam berichtete.

Einen Teil des Rückgangs konnte der weltweit viertgrößte Autokonzern über Preiserhöhungen und den Verkauf teurerer Fahrzeuge kompensieren, die häufiger Elektroantriebe hatten. Der Umsatz fiel deshalb nur um 14 Prozent auf 32,6 Milliarden Euro. Angaben zum Gewinn oder zu den Verkäufen der deutschen Marke Opel machte Stellantis nicht.

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