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S-Bahn-Fahrer in Frankfurt trägt Nazi-Tattoo

Von Stefan Simon

Aktualisiert am 10.06.2022Lesedauer: 2 Min.
Das Tattoo auf dem Arm des Bahn-Mitarbeiters (links) und das Ornament der „Schwarzen Sonne“. Die SS brachte es in der Wewelsburg an.
Das Tattoo auf dem Arm des Bahn-Mitarbeiters (links) und das Ornament der „Schwarzen Sonne“. Die SS brachte es in der Wewelsburg an. (Quelle: Privat/Fotomontage t-online/imago-images-bilder)
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Ein Tattoo mit einem Symbol aus der rechtsextremen Szene: In Frankfurt am Main ist ein Mitarbeiter der Deutschen Bahn gesichtet worden, der die "Schwarze Sonne" auf dem linken Arm tätowiert hat. Die Deutsche Bahn reagiert empört.

Der Student K.* wartet am Mittwochmorgen am Frankfurter Hauptbahnhof auf eine S-Bahn Richtung Offenbach, als ihm ein Bahn-Mitarbeiter mit einem Tattoo am linken Arm auffällt. Zunächst erst einmal nichts Ungewöhnliches. Doch als K. genauer hinsieht, erkennt er ein Symbol, das der rechtsextremen Szene zugeschrieben wird: die "Schwarze Sonne". Zudem trägt der Mann eine szenetypische schwarze Bauchtasche der Marke "Lonsdale". Als die S-Bahn einfährt, beobachtet K., wie der Bahn-Mitarbeiter in das Fahrerhäuschen einsteigt und offenbar mit seiner Schicht beginnt. Das zeigen Fotos, die t-online vorliegen.

Das Tragen der Schwarzen Sonne ist in Deutschland nicht als verfassungsfeindlich eingestuft, wird aber als Symbol in der Neonazi-Szene genutzt. In einer Kleinen Anfrage der Linken an die Bundesregierung heißt es, dass die Schwarze Sonne zuerst 1934 in der SS-Ordensburg, der Wewelsburg in Büren, als Ornament in einem Versammlungssaal der SS-Obergruppenführer verwendet wurde. "Ab den 1990er-Jahren wird die aus drei sich überlagernden Swastika oder zwölf Sieg-Runen gebildete zwölfarmige Schwarze Sonne in der Neonazi-Szene als Ersatzsymbol für das Hakenkreuz genutzt und etwa als Tattoo am Ellenbogen getragen."

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Deutsche Bahn distanziert sich von ihrem Mitarbeiter

K. fotografiert den Mann und den Arm samt Tattoo und kontaktiert die Deutsche Bahn. Die E-Mail liegt t-online vor: "Ich verstehe natürlich, dass Sie zunächst prüfen müssen, inwiefern diese Symbolik verboten ist oder nicht", schreibt K. Er betont, dass in diesem Fall jedoch die Frage nach Legalität oder Illegalität zweitrangig sei und es mehr darum gehe, "ob man Menschen mit einer gefestigten menschenverachtenden Ideologie die Verantwortung gibt, andere Menschen von A nach B zu bringen."

Auf Anfrage von t-online distanziert sich die Deutsche Bahn deutlich von dem Bahn-Mitarbeiter. "Rechtsextremistisches und verfassungsfeindliches Gedankengut haben bei der Deutschen Bahn keinen Platz und werden nicht toleriert", sagt eine Sprecherin der Bahn. Als nächsten Schritt wird die Bahn mit ihrem Mitarbeiter Kontakt aufnehmen. Ob ihm Konsequenzen drohen, ist offen, da die Schwarze Sonne trotz ihres Status als zentrales Symbol des NS-Faschismus nicht verboten ist.

*Der Name ist der Redaktion bekannt.

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