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Messerangriff mit mehreren Verletzten in Frankfurt

Von afp, dpa, t-online
Aktualisiert am 26.01.2021Lesedauer: 2 Min.
Polizeieinsatzfahrzeuge in Frankfurt (Symbolbild): Ein Mann soll im Bahnhofsviertel auf Passanten eingestochen haben.
Polizeieinsatzfahrzeuge in Frankfurt (Symbolbild): Ein Mann soll im Bahnhofsviertel auf Passanten eingestochen haben. (Quelle: Ralph Peters/imago-images-bilder)
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In Frankfurt hat ein Mann am Dienstagmorgen vier Männer mit einem Messer verletzt – zum Teil schwer. Der Angreifer wurde festgenommen.

Im Bahnhofsviertel von Frankfurt am Main hat sich am Dienstag eine Messerattacke mit vier Verletzten ereignet. Ein Mann hat mutmaßlich vier Menschen verletzt, drei von ihnen schwer, teilte die Polizei mit. Sie wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht.

Beamte der Spurensicherung sichern Blutspuren auf dem Gehweg in der Niddastraße: Bei einer Messerattacke sind vier Menschen verletzt worden.
Beamte der Spurensicherung sichern Blutspuren auf dem Gehweg in der Niddastraße: Bei einer Messerattacke sind vier Menschen verletzt worden. (Quelle: Frank Rumpenhorst/dpa-bilder)

Der Angreifer sei "zeitnah" festgenommen worden, twitterte die Polizei am späten Vormittag. Es bestehe keine Gefahr mehr. "Gegen neun Uhr kam es zu einer tätlichen Auseinandersetzung, die mutmaßlich mit einem Messer geführt wurde", sagte ein Polizeisprecher vor Ort der dpa. Kurz darauf traf die Polizei dort ein und nahm einen 42-jährigen Mann fest, welcher noch ein Messer in der Hand hielt, heißt es in einer Mitteilung am Abend.

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Bisherige Ermittlungen hätten ergeben, dass der Tatverdächtige zunächst einen auf dem Gehweg liegenden 40-jährigen Mann geschlagen und getreten haben soll. Als dieser daraufhin aufwachte und aufstand, soll der 42-Jährige versucht haben, ihn mit dem Messer anzugreifen. Das Opfer konnte den Angriff abwehren, wurde dabei jedoch schwer verletzt. Im Anschluss daran soll der Täter von dem 40-Jährigen abgelassen und drei weitere Personen, drei 24-, 40- und 78-jährige Männer, mit dem Messer angegriffen haben. Der 24-Jährige und der 78-Jährige wurden schwer verletzt, der 40-Jährige erlitt leichte Verletzungen. Der Tatverdächtige wurde ebenfalls verletzt und musste ambulant behandelt werden.

Motiv noch unklar

Der Hintergrund der Tat ist laut Polizei Bestandteil der noch andauernden Ermittlungen. Die Frankfurter Kriminalpolizei ermittelt wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdeliktes.

Beamte der Spurensicherung sichern Blutspuren an einem Café in der Niddastraße, in dessen Schaufenster noch die Porträts des rechtsextremen Anschlags von Hanau zu sehen sind: Ein Tatverdächtiger sei festgenommen worden, sagte ein Sprecher der Polizei.
Beamte der Spurensicherung sichern Blutspuren an einem Café in der Niddastraße, in dessen Schaufenster noch die Porträts des rechtsextremen Anschlags von Hanau zu sehen sind: Ein Tatverdächtiger sei festgenommen worden, sagte ein Sprecher der Polizei. (Quelle: Frank Rumpenhorst/dpa-bilder)

Mutmaßungen, der Mann habe unter dem Einfluss von Drogen agiert, seien bislang nur Spekulationen, sagte eine Sprecherin der Polizei gegenüber t-online. Unklar blieb zunächst auch, ob der mutmaßliche Täter die Opfer gezielt oder wahllos attackiert hatte. "In welcher Beziehung sie stehen, ob sie sich kennen, ob es vorher einen Streit gab, das alles ist noch unklar", so ein Polizeisprecher. Auch auf Nachfragen zu einem mutmaßlichen Motiv wollte sich die Polizeisprecherin gegenüber t-online noch nicht äußern.

Straßensperrungen im Bahnhofsviertel

Mehrere Straßen im Bahnhofsviertel waren am Vormittag abgesperrt, darunter die Mosel-, Nidda- und Karlstraße. Wenige Meter weiter auf dem Bürgersteig an der Ecke Niddastraße und Moselstraße war am Vormittag noch eine Blutlache zu sehen. Mehrere Mitarbeiter der Spurensicherung waren in weißen Ganzkörperanzügen unterwegs, um Hinweise zu sichern.

Bei ihren Ermittlungen setzte die Polizei auch eine Drohne ein, zudem wurden Zeugen befragt. Auch wird geprüft, ob es Videoaufzeichnungen gibt, auf denen Teile des Geschehens festgehalten wurden, wie ein Polizeisprecher erklärte. Die Polizei bittet weitere Zeugen, sich zu melden.

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