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Tote Geschwisterkinder – Polizei ermittelt gegen Vater

dpa, Roxana Frey

Aktualisiert am 27.01.2022Lesedauer: 2 Min.
Sonderermittler im Einsatz: Eine giftige Substanz könnte die Kinder getötet haben.
Sonderermittler im Einsatz: Eine giftige Substanz könnte die Kinder getötet haben. (Quelle: 5Vision)
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Ein kleiner Junge und ein kleines Mädchen starben – vermutlich, weil ihr Vater bei Handwerkerarbeiten Schädlingsbekämpfungsmittel verwendet hatte. Jetzt ermittelt die Polizei gegen den 49-Jährigen.

Nach dem Tod zweier Kinder im unterfränkischen Karlstein ermittelt die Staatsanwaltschaft Aschaffenburg nun gegen den Vater der Geschwister: Im Haus der Familie konnte das hochgiftige Gas Phosphorwasserstoff nachgewiesen werden. Hierzu war zuvor die Analytische Task Force (ATF) der Berufsfeuerwehr Mannheim hinzugezogen worden. Der Kontakt mit dem geruch- und farblosen Gas kann zur Vergiftung führen.

In seiner Vernehmung räumte der 49-jährige Vater der beiden toten Kinder ein, innerhalb des Hauses bei Handwerkerarbeiten Schädlingsbekämpfungsmittel verwendet zu haben. Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen kam es bei diesen Arbeiten zu einem unsachgemäßen Gebrauch des Mittels, was eine chemische Reaktion zu Folge hatte – dabei sei dann der Phosphorwasserstoff freigesetzt worden.

Todesfälle bei Frankfurt: Vater ist noch im Krankenhaus

Jetzt wird gegen den Mann ermittelt. Im Raum stehe der Verdacht der fahrlässigen Tötung in zwei Fällen, hieß es in der Mitteilung.

Retter in Karlstein am Main: In diesem Haus wurden die zwei toten Kinder entdeckt.
Retter in Karlstein am Main: In diesem Haus wurden die zwei toten Kinder entdeckt. (Quelle: 5Vision)
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Der Vater war selbst schwer verletzt worden. Er befindet sich laut Polizei immer noch zur Behandlung im Krankenhaus. Das Haus sei unbewohnbar. Den Notruf hatte der Bruder der gestorbenen Geschwisterkinder gewählt. Die getrennt lebende Mutter war nicht anwesend.

Ermittler warten noch auf toxikologische Untersuchung

Phosphorwasserstoff ist ein farbloses Gas und in geschlossenen Räumen gefährlich: Sind Menschen über einen längeren Zeitraum hohen Konzentrationen ausgesetzt, kann das lebensgefährlich bis tödlich sein.

Ob die chemische Reaktion jedoch tatsächlich zum Tod der beiden Kinder führte, ist noch nicht hundertprozentig klar. Eine toxikologische Untersuchung soll darüber Aufschluss geben. Das Ergebnis stehe noch aus, hieß es. Auch welches Mittel genau der Vater bei seinen Arbeiten verwendet habe, müsse noch bestimmt werden.

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