Menü Icont-online - Nachrichten für Deutschland

HomeRegionalHamburg

Punks auf Sylt machen sich mit Aktion in Westerland über Gemeinde lustig


Punks machen sich mit Aktion auf Sylt über Gemeinde lustig

  • Gregory Dauber
Von Gregory Dauber

Aktualisiert am 12.08.2022Lesedauer: 2 Min.
Nachrichten
Wir sind t-online

Mehr als 150 Journalistinnen und Journalisten berichten rund um die Uhr für Sie über das Geschehen in Deutschland und der Welt.

Ein Mann wurde mit Klebebank an eine Mauer in Westerland geklebt: Die Punks wollen mit der Aktion Kritik an der baulichen Maßnahme der Gemeinde üben.
Ein Mann wurde mit Klebebank an eine Mauer in Westerland geklebt: Die Punks wollen mit der Aktion Kritik an der baulichen Maßnahme der Gemeinde üben. (Quelle: Privat)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Das schaut Hamburg auf
Netflix
1. Monster: Die Geschichte von Jeffrey DahmerMehr Infos

t-online präsentiert die Top Netflix Serien.Anzeige

Die Punks spielen mal wieder die Gemeinde Sylt aus: Eine vor Wochen errichtete Mauer wird nun zum "Symbol der Abschottung" stilisiert.

Mit dem Start des 9-Euro-Tickets sind viele Punks nach Sylt gekommen, an den ersten Wochenenden im Juni waren es mehrere Hundert auf einmal. Zentraler Treffpunkt: der Brunnen "Dicke Wilhelmine", ein Wahrzeichen Westerlands. Umliegende Gastronomen klagten, Wildpinkler wurden zu einem Problem. Es kam sogar zu wüsten Auseinandersetzungen, die von der Polizei aufgelöst werden mussten.

Um eine Passage direkt neben dem Brunnen vor dem Urin der Punks zu schützen, griff die Gemeinde zu drastischen Mitteln: Sie errichtete kurzerhand eine Mauer, die den Zugang versperrte. "Der Durchgang wird als öffentliches Klo genutzt", hatte Sylts Bürgermeister Nikolas Häckel t-online gesagt. Doch mittlerweile sind die Punks weitergezogen, haben ein festes und genehmigtes Lager im Rathauspark errichtet. Die Mauer aber ist noch da.

Sylt: "Symbol der Abschottung armer Leute"

"Die Mauer braucht kein Mensch mehr", sagt Punk "Nimbus" am Telefon zu t-online. "Eigentlich hat die nie jemand gebraucht. Ein Dixi-Klo hätte an der Stelle mehr geholfen", kritisiert er die Maßnahme der Gemeinde. Und weil die Punks gerne Witze auf Kosten der vermeintlichen Spießbürgerlichkeit der Nordseeinsel machen, wird die Mauer nun zu ihrer Bühne.

"Diese Mauer ist ein Symbol der Abschottung armer Leute auf dieser Insel", erklärt "Nimbus" seine Sicht der Dinge. Deswegen habe man am Donnerstagmorgen eine kleine Spontankundgebung am alten Ort, dem Brunnen in der Innenstadt, abgehalten. "Wir haben einen von uns mit Gaffer Tape an die Mauer geklebt", berichtet der Punk. Der Mann, der Mohammed genannt wird, hielt dabei ein Schild in der Hand: "Die Mauer muss weg."

Anzeigen
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Meistgelesen
Symbolbild für ein Video
Rätsel um Putins Weltuntergangstorpedo "Poseidon"

"Das ist ein richtig kontroverses Thema"

Doch muss die Mauer wirklich weg? "Das ist ein richtig kontroverses Thema. Unser Camp ist tief gespalten", sagt "Nimbus und kann sich das Lachen nicht verkneifen. Die Punks genießen es, mit ihren Aktionen für etwas Wirbel auf Sylt zu sorgen. "Manche wollen die Mauer einreißen, andere wollen sie als mahnendes Beispiel behalten." Was die Gemeinde mit der mit Sprüchen vollgeschmierten Mauer plant, ist unbekannt: Eine Anfrage von t-online wurde am Freitag zunächst nicht beantwortet.

Hinter der Sache steckt allerdings auch ein echtes Problem für die Gemeinde: Das von der Versammlungsbehörde genehmigte Protestcamp, an dem sich laut "Nimbus" in der Spitze mehr als 100 Menschen beteiligen, ist mit dürftiger Infrastruktur ausgestattet. Die sanitären Zustände dort hatte auch schon der Bürgermeister kritisiert und sich deswegen an die Landkreisverwaltung gewandt.

"Am Anfang gab es nur ein Dixi, jetzt sind es immerhin drei. Auch nicht gerade viel", sagt "Nimbus". Ärgerlich für die Punks sei vor allem, dass die eigentlich öffentlich zugänglichen Toiletten am Rathaus geschlossen seien. "Die haben das abgeschlossen, weil da Leute aus dem Camp Aufkleber und Schriftzüge hinterlassen haben", räumt "Nimbus" ein. Der Punk versichert aber, dass sich die Campbewohner bessern wollen: "Wir helfen da jetzt mit und putzen, wenn sich jemand nicht an unsere Regeln hält."

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Verwendete Quellen
  • Telefonat mit "Nimbus"
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingAnzeigen

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Von Markus Krause
PolizeiSylt

t-online - Nachrichten für Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagramYouTubeSpotify

Das Unternehmen
Ströer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverlängerung FestnetzVertragsverlängerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website