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Hamburger Einzelhandel: Beschäftigte treten in Warnstreik

150 Teilnehmende  

Beschäftigte im Einzelhandel treten in Warnstreik

11.06.2021, 10:12 Uhr | dpa

Hamburger Einzelhandel: Beschäftigte treten in Warnstreik. "Warnstreik!" steht auf einem Schild (Symbolbild): Der Streik wird von Mitarbeitenden in Lebensmittelbetrieben und Buchhandlungen durchgeführt. (Quelle: dpa/Friso Gentsch)

"Warnstreik!" steht auf einem Schild (Symbolbild): Der Streik wird von Mitarbeitenden in Lebensmittelbetrieben und Buchhandlungen durchgeführt. (Quelle: Friso Gentsch/dpa)

70.000 Menschen arbeiten in Hamburg im Einzelhandel. Einige davon treten nun einen Warnstreik an, zu dem die Gewerkschaft Verdi aufgerufen hatte. Sie fordert etwa mehr Gehalt.

Die Gewerkschaft Verdi hat Beschäftigte des Einzelhandels in Hamburg für Freitag zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Hintergrund ist, dass die Arbeitgeber in der ersten Runde der Tarifverhandlungen Mitte Mai noch kein Angebot auf den Tisch gelegt hätten, wie Verdi mitteilte. "Bislang sind rund 150 Menschen dem Aufruf gefolgt", sagte Verdi-Verhandlungsführerin Heike Lattekamp der Deutschen Presse-Agentur am Freitagvormittag.

Die Warnstreiks waren unter anderem im Lebensmittel- und im Buchhandel geplant. So richtete sich der Aufruf zum Beispiel an die Mitarbeiter von Rewe, Penny, Netto, Marktkauf und Thalia.

"Dass die Arbeitgeber kein erstes Angebot vorgelegt haben, hat die Beschäftigten zurecht enttäuscht. Trotz zeitweise geschlossener Geschäfte hat der Einzelhandel das höchste Umsatzwachstum seit 1994 verzeichnet", sagte Lattekamp laut einer Mitteilung. Die Gewerkschaft fordert 4,5 Prozent mehr Gehalt und Löhne, ein rentenfestes Mindesteinkommen von 12,50 Euro pro Stunde sowie eine Allgemeinverbindlichkeit der Hamburger Tarifverträge, damit Dumpingkonkurrenz und Verdrängungswettbewerb nicht zu Lasten der Mitarbeiterlöhne gehen. In der Hansestadt arbeiten den Angaben zufolge rund 70.000 Menschen im Einzelhandel.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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