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Beschäftigte des Einzelhandels setzen Warnstreiks fort

Von dpa
Aktualisiert am 14.06.2021Lesedauer: 1 Min.
Eine Warnweste mit der Aufschrift "ver.di" (Symbolbild): Zunchst waren vor allem Lebensmittelläden von den Streiks betroffen, nun sind auch Mitarbeitende von Hermes und H&M involviert.
Eine Warnweste mit der Aufschrift "ver.di" (Symbolbild): Zunchst waren vor allem Lebensmittelläden von den Streiks betroffen, nun sind auch Mitarbeitende von Hermes und H&M involviert. (Quelle: Tom Weller/dpa-bilder)
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Mehr Lohn und ein rentenfestes Mindesteinkommen: Das sind die Forderungen von Mitarbeitenden im Einzelhandel in Hamburg. Bereits letzte Woche haben sie ihre Arbeit niedergelegt. Nun wird erneut gestreikt.

Die Gewerkschaft Verdi hat für Montag erneut Beschäftigte im Hamburger Einzelhandel zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Einen Tag vor der zweiten Verhandlungsrunde am Dienstag sollten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von H&M Logistik und Hermes Fulfilment die Arbeit niederlegen und so ihren Forderungen nach mehr Gehalt Nachdruck verleihen, wie Verdi mitteilte.

Zuletzt waren am vergangenen Freitag Beschäftigte in einen Warnstreik getreten, weil die Arbeitgeber laut Verdi in der ersten Runde der Tarifverhandlungen Mitte Mai kein Angebot für die rund 70.000 Beschäftigten auf den Tisch gelegt hatten. Damals richtete sich der Streikaufruf unter anderem an Mitarbeiter von Rewe, Penny, Netto, Marktkauf und Thalia.

Höchstes Umsatzwachstum seit 1994

Die Gewerkschaft fordert für die Beschäftigten unter anderem 4,5 Prozent mehr Gehalt und Löhne, ein rentenfestes Mindesteinkommen von 12,50 Euro pro Stunde sowie eine Allgemeinverbindlichkeit der Hamburger Tarifverträge, damit Dumpingkonkurrenz und Verdrängungswettbewerb nicht zu Lasten der Mitarbeiterlöhne gehen.

"Die Beschäftigten sind enttäuscht und wütend", sagte Verdi-Verhandlungsführerin Heike Lattekamp. Trotz der Ängste und Sorgen um ihre Gesundheit und ihre finanzielle Zukunft in der Corona-Pandemie hätten sie im Einzelhandel im vergangenen Jahr im Verkauf, an der Kasse und im Lager hart gearbeitet und hätten das höchste Umsatzwachstum seit 1994 generiert. "Dafür verdienen sie Respekt und Wertschätzung, vor allem durch Löhne und Gehälter, von denen sie ihr Leben bestreiten können."

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