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Gastronom: "Gegen die Impfung – gegen Teilnahme an der Gesellschaft"

Von Judith Tausendfreund

Aktualisiert am 24.08.2021Lesedauer: 4 Min.
Restaurant in Hamburg (Archivbild): In der Hansestadt sollen neue Regelungen eingeführt werden. Gastronomen haben dazu ganz unterschiedliche Meinungen.
Restaurant in Hamburg (Archivbild): In der Hansestadt sollen neue Regelungen eingeführt werden. Gastronomen haben dazu ganz unterschiedliche Meinungen. (Quelle: Hoch Zwei Stock/Angerer/imago-images-bilder)
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Wie soll es in der Corona-Pandemie weitergehen? Hamburg will einen eigenen Weg mit einer 2G-Regelung gehen – doch der gefällt nicht jedem. Ein Streitgespräch.

Der Hamburger Senat will die aktuellen Corona-Maßnahmen durch das neue 2G-Modell ersetzen. Dann könnten Veranstaltungen, Bars, Restaurants oder Kinos nur noch für Menschen zugänglich sein, die gegen das Coronavirus geimpft oder nach einer Infektion genesen sind.


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Aktuell sind die Behörden damit beschäftigt, Details zu erarbeiten. Aber schon am kommenden Dienstag könnten die entsprechenden Beschlüsse gefasst werden. Mehr dazu lesen Sie hier.

Was sagen die Veranstalter selbst zu dem Vorschlag, mit dem die Stadt Hamburg bundesweit als Vorreiter auftritt? Während einer klar dagegen ist, fordern andere genau diese Maßnahme mit Vehemenz ein.

Danny Hellrung: Der Veranstalter will sein eigenes Konzept realisieren, 2G lehnt er ab.
Danny Hellrung: Der Veranstalter will sein eigenes Konzept realisieren, 2G lehnt er ab. (Quelle: Danny Hellrung/leer)
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Beispielsweise Danny Hellrung, Eventmanager und aktiv bei #AlarmstufeRot (Bündnis der Veranstaltungswirtschaft). Er ist klar gegen die Einführung des 2G-Optionsmodells. "Da gibt es nur ein klares Kontra und kein Pro", so seine Meinung.

"Wir schaffen eine Zwei-Klassen-Gesellschaft"

Die Pläne des Senats rund um Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) "hauen nicht hin". Hellrung, der sich mit vielen anderen Mitstreitern in der Initiative "Alster in Flammen – Alarmstufe Rot" organisiert hat, plant aktuell eine Veranstaltung auf der Reeperbahn. Mit dieser will er zeigen, dass trotz Pandemie tanzen im Club möglich ist. Ein eigens entwickeltes Konzept dafür liegt vor.

Die Idee, mit Hilfe der 2G-Regelung etliche Corona-Maßnahmen erheblich zu lockern, lehnt er dagegen strikt ab. "Auch Genesene bekommen das Virus und stecken andere an", argumentiert der Veranstalter. Ebenso könne es von Geimpften weitergegeben werden. "Wir schließen Menschen damit aus, wir schaffen eine Zwei-Klassen-Gesellschaft", so Hellrung.

Es gebe Menschen, die sich nicht impfen lassen wollten oder könnten – das müsse man respektieren. Der Eventmanager spricht von "Erpressung". Durch die Hintertür solle eine Impfung durchgesetzt werden. "Mit unseren Konzepten dagegen kann man arbeiten", sagt er. "Mit 3G kommt man weiter, das sieht man auch in Baden-Württemberg. Hamburg ist bunt, Diskriminierung ist hier nicht erlaubt. Wir wollen keine Stigmatisierung, auch dann nicht, wenn jemand eben nicht geimpft ist", betont Hellrung. "Wir lehnen das ab!"

Wirtschaftlicher Aspekt für andere entscheidend

Ganz anderer Meinung ist Stephan Fehrenbach, Betreiber der Laundrette-Bar in Ottensen. "Für mich ist die Einführung des 2G-Optionsmodells entscheidend, um wirtschaftlich zu überleben", beschreibt er. "Davon bin ich überzeugt", so der Wirt. Er informiere sich gut und vielfältig zum Thema. Beispielsweise habe er gerade wieder einmal eine Stellungnahme des Ethikrats gehört, der keineswegs eine Diskriminierung hinter der 2G-Forderung sieht.

Stephan Fehrenbach: Der Gastronom spricht sich für das 2G-Modell aus.
Stephan Fehrenbach: Der Gastronom spricht sich für das 2G-Modell aus. (Quelle: Stephan Fehrenbach/leer)

"Es gibt ja inzwischen für jeden ein Impfangebot", erklärt er seinen Standpunkt. "Wer sich gegen die Impfung entscheidet, entscheidet sich damit auch gegen die Teilnahme an unserer Gesellschaft", beschreibt er seine Meinung zur Frage nach einer Impfung. "Wenn ich keinen Führerschein mache, muss ich mich auch nicht wundern, wenn ich nicht Autofahren darf", so ein weiteres Argument von Fehrenbach.

In seiner Bar lasse er nur noch Geimpfte in den Innenbereich. Auch diese Entscheidung hat Folgen für ihn. "Es laufen massive Vorwürfe gegen mich", gibt er zu. Angst habe er nicht. "Schwieriger empfinde ich es, wenn im Freundeskreis verschiedene Meinungen dazu auftreten, das könnte schon spalten", äußert der Gastronom.

Risikoabwägung für den Betrieb

Er akzeptiere es auf der persönlichen Ebene, wenn man sich nicht impfen möchte. Beruflich betrachtet sei es aber eine reine Risikoabwägung, die er eben betreibe. "Ich weiß von gefälschten Tests, die bieten also keine Sicherheit", sagt Fehrenbach.

Es widerspreche auch seinem Verständnis von Gastronomie, die Ausweise der Gäste kontrollieren zu müssen. "Doch wenn es zu einer weiteren Schließung wegen Corona kommt, überlebt der Laden das nicht – daher muss ich ja genau für meinen Betrieb eine Risikoabwägung machen", erklärt er weiter mit Blick auf seine Entscheidung, eben nur noch Geimpfte in die "gute Stube" zu lassen.

"Außengastronomie offen für alle"

Fehrenbach betont auch, dass er gerne allen, die es hören möchten, seinen Standpunkt erkläre. Er sei bereit zu diskutieren. "Ich muss mich auch schützend vor mein Personal stellen", benennt er einen weiteren Aspekt der ganzen Situation. Seine Außengastronomie sei im Übrigen weiter für alle offen, alle seien willkommen. Am Ende des Gesprächs fügt der Wirt noch an, dass Hamburg nach wie vor eine Sperrstunde habe: "Das sollte sich jetzt wirklich mal ändern, das ist für uns sehr belastend", so der Wirt, der seit Beginn der Pandemie um sein wirtschaftliches Überleben kämpft.

Nach den Vorstellungen der Hamburger Politik können Veranstalter und Restaurant- oder Clubbetreiber selbst entscheiden, ob die 2G-Regelung bei ihnen gültig sein soll. In der Folge würden sie dann in ihre Lokalitäten nur Geimpfte und Genese einlassen. Im Gegenzug werden pandemiebedingte Schließungen ausgeschlossen, so die Idee. Hamburg hatte die Regelung schon in der Ministerpräsidentenkonferenz vorgeschlagen, konnte sich aber nicht durchsetzen. Aktuell liegt die Impfquote der Stadt bei 67,1 Prozent. Die Sieben-Tage-Inzidenz in Hamburg beträgt 79,4 (Stand: 23. August 2021).

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