Sie sind hier: Home > Regional > Hamburg >

Lost Places in Hamburg: Verlassene Orte zum Schaudern

Schaurig schöne Hansestadt  

Lost Places in Hamburg – kennen Sie diese verlassenen Orte?

18.10.2021, 20:11 Uhr
Lost Places in Hamburg: Verlassene Orte zum Schaudern. Mausoleum Baron von Schröder auf dem Friedhof Ohlsdorf: Es wurde 1906 errichtet. (Quelle: imago images/imagebroker)

Mausoleum Baron von Schröder auf dem Friedhof Ohlsdorf: Es wurde 1906 errichtet. (Quelle: imagebroker/imago images)

Schrecklich schön: In Hamburg gibt es zahlreiche düstere Orte, die einem den Atem rauben. t-online zeigt Ihnen die interessantesten Lost Places der Stadt.

Ehemalige Krankenhäuser, verlassene Villen oder baufällige Denkmäler: Es gibt einige in Vergessenheit geratene Orte, denen der Verfall droht. Sie alle haben aber etwas Magisches. Nicht ohne Grund zieht es immer wieder "Urban Explorers" auf der Suche nach coolen Fotomotiven, einsamen Orten oder besonderen Überbleibseln an sogenannte Lost Places.

Auch in Hamburg gibt es viele von ihnen. Einigen sieht man den Glanz vergangener Tage noch an, in anderen soll es spuken. t-online stellt Ihnen die aufregendsten Orte vor.

Verlassene Schule in Neuhof

Unweit der Elbphilharmonie und im Hafengebiet befindet sich seit einigen Jahrzehnten eine verlassene Schule. In Neuhof. Der gesamte Stadtteil wurde in den 1970ern für den Bau der Köhlbrandbrücke abgerissen. Nur wenige Gebäude blieben stehen. Darunter die Schule. Zwischenzeitlich wurden hier Geflüchtete untergebracht, doch seit 2007 steht das alte Backsteingebäude leer.

Ein trauriges Schicksal, denn nun steht fest: Die Brücke, die für das Ende Neuhofs verantwortlich war, wird nicht mehr lange stehen.

Knechtsche Hallen in Elmshorn

Die Knechtschen Hallen sind ehemalige Fabrikhallen des Leder-Herstellers Knecht. Die Werkshallen in Elmshorn stehen seit 2006 leer. Zwar stehen sie unter Denkmalschutz, doch nach und nach verfallen sie. Fenster sind eingeschlagen, Graffiti befindet sich an den Wänden und das inmitten der 50.000-Einwohner-Stadt.

Mittlerweile gibt es Pläne über eine Wiedernutzung der alten Hallen. Es soll ein Hochschulstandort entstehen. Ein schlüssiges Konzept steht jedoch noch nicht.

Waldkrankenhaus Wintermoor

In den Jahren 1942/43 wurde das Waldkrankenhaus in Wintermoor von Zwangsarbeitern gebaut. In der Klinik wurden unter anderem Tuberkulosepatienten behandelt, später lag der Schwerpunkt auf Knochen und Gelenken – bis der Krankenhausstandort aufgegeben und daraus ein Rehabilitationszentrum wurde. Doch die Betreiber gerieten in finanzielle Schwierigkeiten. Seit 2005 steht das Krankenhaus deshalb leer.

Die Fassaden sind mit Graffiti beschmiert, vor dem Krankenhaus steht ein alter Stuhl. Die Gebäude sind zum Teil verfallen. Schon allein der Weg in das Waldkrankenhaus lässt einen schaudern. 

Schilleroper in Hamburg

Mitten auf St. Pauli befindet sich ebenfalls ein Lost Place: die Schilleroper. Sie ist ein denkmalgeschütztes Zirkus-Theater. Seine Form erhielt das Gebäude, das 1891 eröffnet wurde, in Anlehnung an ein Zirkuszelt. Mittlerweile ist nur noch der Rundbau der Oper zurückgeblieben. Nebengebäude mussten abgerissen werden, sie waren baufällig.

Das Stahlgerüst der Schilleroper soll nun gesichert werden. Das erklärte die Eigentümerin nach mehreren Auseinandersetzungen vor Gericht.

Das älteste Haus in Blankenese

1570 wurde das älteste Haus in Blankenese gebaut: Das Haus an der Elbterrasse 4-6. Ein paar Hundert Jahre später hat hier ein Fischer gewohnt. Kapitän Peter Breckwoldt. Auf hoher See ging sein Schiff unter. Seine Frau glaubte jedoch nicht, dass ihr Mann ums Leben kam. Sie dachte, er könnte womöglich gerettet worden sein. Immer wieder soll sie Schritte auf den Fluren gehört haben. 

Das älteste Haus in Blankenese ist kein typischer Lost Place, denn das Haus war noch bis vor Kurzem vermietet. Momentan steht es für eine umfangreiche Sanierung leer – und auch heute soll es Berichte über knarrende Holzdielen geben, obwohl sich niemand in dem Fischerhaus befindet. Ob das der Geist von Peter Breckwoldt sein könnte?

Das Blankeneser Fischerhaus (Archivbild): Es soll schon mehrere Jahrhunderte alt sein. (Quelle: imago images/Westend61)Das Blankeneser Fischerhaus (Archivbild): Es soll schon mehrere Jahrhunderte alt sein. (Quelle: Westend61/imago images)

Löschkran am Billhafen

Am Billhafen steht ein alter Löschkran, der nicht mehr genutzt wird. Das blaue Gerät wurde verwendet, um Güter vom Schiff aufs Land zu heben. Mittlerweile rostet der denkmalgeschützte Kran an einem Seitenarm der Elbe im Stadtteil Rothenburgsort vor sich hin.

Der Kran ist mit Graffiti beschmiert worden, das Gelände ringsherum ist wie leergefegt. Trotzdem macht der verlassene Ort einiges her. Vor allem wenn die Sonne untergeht, ist der alte Löschkran ein beliebtes Fotomotiv.

Altes Stellwerk in Wilhelmsburg

Zwischen wildem Gestrüpp befindet sich in Wilhelmsburg ein altes Stellwerk der Bahn. Die Gebäude auf dem Gelände sind zum großen Teil verfallen, Graffiti ziert die Wände und inmitten des Bahngeländes befinden sich alte Gleise.

Die Deutsche Bahn ist seit einigen Jahren mit Arbeiten auf dem Areal beschäftigt. Trotzdem ist dieser Lost Place immer noch einer der beliebtesten in Hamburg.

Ehemaliger Güterbahnhof Altona

Der alte Altonaer Güterbahnhof umfasst eine Fläche von 100.000 Quadratmetern. Er wurde 1996 geschlossen. Zwar wurde der Betrieb in einigen Hallen wieder aufgenommen, doch viele Gebäude stehen noch leer. Fassaden sind mit Graffiti beschmiert, ein stillgelegtes Gleis führt durch eine Halle und in einer weiteren soll ein alter ICE-Zug stehen.

Die Hallen können in der Regel über einen Tunnel erreicht werden. Die Deutsche Bahn ist aber nach wie vor mit Arbeiten auf dem Areal beschäftigt, weshalb der Tunnel von Sicherheitskräften gesichert wird.

Mausoleum auf dem Friedhof Ohlsdorf

Der Friedhof Ohlsdorf ist eine weitläufige Parkanlage, die jede Menge Ruhe ausstrahlt. Doch ein Bauwerk sticht heraus und lässt einen eher schaudern: das Mausoleum Baron von Schröder. Es zählt zu den bekanntesten Lost Places von Hamburg. Das Mausoleum wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts von einer Kaufmannsfamilie erbaut. Doch die Instandhaltung des Bauwerks war finanziell nicht mehr tragbar.

Es verfällt immer mehr. Die bunten Fensterscheiben wurden zerstört, Schimmel hat sich bereits gebildet. Die Sanierung wurde bereits angekündigt, doch bislang sind keine Arbeiten gestartet.

Verwendete Quellen:
  • Eigene Recherche

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Madeleinetchibo.deOTTOWeltbildbonprix.deLIDLBabistadouglas.deMadeleine

shopping-portal

Hinweis:

Der Internet Explorer wird nicht länger von t-online unterstützt!

Um sicherer und schneller zu surfen, wechseln Sie jetzt auf einen aktuellen Browser.

Wir empfehlen unseren kostenlosen t-online-Browser: