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Staatsschutz ermittelt: Mutmaßliche Vergewaltiger im Netz bloßgestellt

Von t-online, KS

Aktualisiert am 12.11.2021Lesedauer: 2 Min.
Polizisten im Hamburger Stadtpark (Archivbild): Die Kripo ermittelt nun im Fall eine Online-Prangers.
Polizisten im Hamburger Stadtpark (Archivbild): Die Kripo ermittelt nun im Fall eines Online-Prangers. (Quelle: Hanno Bode/imago-images-bilder)
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Seit mehr als einem Jahr ermitteln Polizei und Staatsanwaltschaft im Fall einer Gruppenvergewaltigung in Hamburg. Nun ging eine Petition im Netz viral und hat den Staatsschutz auf den Plan gerufen.

In den sozialen Medien geht eine Petition viral: Unterstützer fordern, dass die Tatverdächtigen der Gruppenvergewaltigung im Hamburger Stadtpark mit Namen und Gesichter öffentlich gemacht werden. Ein Instagram-Account hat dem vorgegriffen und Fotos von sieben Männern veröffentlicht. Nicht ohne Folgen für die Verantworlichen.

Der Staatsschutz befasst sich mit der Veröffentlichung der Bilder und hat Anzeigen gegen die bisher unbekannten Verantwortlichen des Accounts erstellt wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft gegenüber t-online bestätigte. "Wegen der besonderen Bedeutung ist das Verfahren auf Anweisung des Generalstaatsanwalts von der Generalstaatsanwaltschaft Hamburg übernommen worden. Es wird nunmehr in der hiesigen Zentralstelle Staatsschutz geführt.", so außerdem die Oberstaatsanwältin Mia Sperling-Karstens zur "MOPO".

Fotos von Social-Media-Kanälen geklaut

Im September vergangenen Jahres war im Stadtpark der Hansestadt eine 15-Jährige von einer Männergruppe mehrfach vergewaltigt und misshandelt worden. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen zwölf Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 17 und 21 Jahren. Diese stehen unter Verdacht.

Keiner der mutmaßlichen Täter sitzt in Haft – und das sorgt offenbar für Unverständnis bei vielen Menschen in den sozialen Netzwerken. Auf Instagram wurde nun ein Account erstellt, der sieben Bilder mit sieben Männern gepostet hat. Die Fotos sollen von den jeweiligen Social-Media-Kanälen der Männer geklaut worden sein und die Beteiligten an der Gruppenvergewaltigung zeigen.

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Inzwischen wurde die Petition entschärft und die öffentliche Anklage der mutmaßlichen Täter gesperrt.

Vergewaltigung in Hamburg: Todeswünsche, Folterfantasien und Ausfälle

Die Nutzer sehen die Männer trotz noch ausstehender Anklageerhebung gegen sie bereits als "Täter" an und lassen sich in den Kommentaren aus: Von Todeswünschen geht es zu rassistischen Ausfällen sowie brutalen Folterfantasien. Die Nutzer haben längst ein Urteil über die mutmaßlichen Vergewaltiger gefällt.

Eine Petition unter dem Namen "Wildtiere gehören nicht frei unter Menschen" fordert "ein sofortiges Verfahren und eine angemessene Strafe im Namen des Volks". Unter dem Link zur Petition schreiben User, warum sie dafür unterschreiben: "Sie haben sich in vollem Bewusstsein entschlossen, jemandem die Seele zu rauben. Sie wird sich nie wieder sicher fühlen."

Verdächtiger von Gruppenvergewaltigung arbeitet in sozialem Unternehmen

Doch das sehen die Internet-Nutzer offenbar anders: Sie besinnen sich neben Mitleid für das Opfer vor allem auf Gerechtigkeit. 14 Monate nach dem Verbrechen ist kein Verdächtiger in U-Haft.

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Ein Verdächtiger soll eine Ausbildung in einem sozialen Unternehmen begonnen haben, heißt es. Die Kläger aus den sozialen Netzwerken haben die Organisation bereits informiert: "Uns erreichen nach und nach Zuschriften mit Hinweisen darauf, dass einer unserer Mitarbeiter mutmaßlich zum Kreise der Tatverdächtigen gehört", zitiert der "Focus". Die Petition fordert eine direkte Entlassung. Bisher sei der Mitarbeiter freigestellt.

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