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Entsetzen nach Tod von Buchenwald-Überlebendem in Charkiw

Von dpa
21.03.2022Lesedauer: 2 Min.
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Der Tod des Buchenwald-Überlebenden Boris Romantschenko bei einem Bombenangriff in der Ukraine hat in ThĂŒringen BestĂŒrzung ausgelöst. "Die Nationalsozialisten haben es nicht geschafft, diesen großen Menschen zu brechen, ihn zu töten – sehr wohl aber das System Putin mit seinem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg auf die Ukraine", sagte MinisterprĂ€sident Bodo Ramelow (Linke) am Montag. Der Tod des 96-jĂ€hrigen Überlebenden mehrerer Konzentrationslager mache ihn fassungslos und lasse ihn entsetzt zurĂŒck.

Romantschenko war nach Angaben der Stiftung GedenkstÀtten Buchenwald und Mittelbau-Dora am Freitag bei einem Bombenangriff auf sein Wohnhaus im ostukrainischen Charkiw ums Leben gekommen. Ein Geschoss habe das mehrstöckige Haus getroffen, seine Wohnung sei ausgebrannt. Romantschenko habe seine Wohnung seit Monaten nicht verlassen - aus Angst, sich mit Corona anzustecken, sagte Stiftungsdirektor Jens-Christian Wagner. Wagner berief sich auf Informationen eines langjÀhrigen Vertrauten der Stiftung in Charkiw.

"Wir trauern um einen engen Freund", hieß es in einer Mitteilung der GedenkstĂ€tte. Romantschenko habe die KZs Buchenwald, PeenemĂŒnde, Dora und Bergen-Belsen ĂŒberlebt. Im Jahr 1942 sei er nach Dortmund verschleppt worden, wo er unter Tage Zwangsarbeit habe leisten mĂŒssen. Er habe versucht zu fliehen, sei aber aufgegriffen und im Oktober 1943 ins KZ Buchenwald eingewiesen worden. In PeenemĂŒnde habe er spĂ€ter auch an Raketen mitbauen mĂŒssen.

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Romantschenko habe sich spĂ€ter intensiv fĂŒr die Erinnerung an die NS-Verbrechen eingesetzt. Er sei VizeprĂ€sident des Internationalen Komitees Buchenwald-Dora gewesen. Seit den 1990er Jahren sei er regelmĂ€ĂŸig zu Veranstaltungen auf dem GelĂ€nde des ehemaligen Konzentrationslagers bei Weimar gekommen, sagte Wagner. Unter anderem hatte er am 70. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers am 12. April 2015 den Schwur von Buchenwald in russischer Sprache erneuert.

Am Dienstagabend soll bei einer Gedenkveranstaltung in der NĂ€he des Landesverwaltungsamtes in Weimar an Romantschenko erinnert werden. Dort steht ein großes PortrĂ€t von ihm als Teil der "Zeugen"-Ausstellung, bei der Fotografien von Buchenwald-Überlebenden ins Weimarer Stadtbild integriert wurden. Neben MinisterprĂ€sident Ramelow und GedenkstĂ€ttenleiter Wagner will dort unter anderem der Intendant der jĂŒdisch geprĂ€gten Achava Festspiele, Martin Kranz, reden.

"Der entsetzliche Tod von Boris Romantschenko zeigt, wie bedrohlich der Krieg in der Ukraine auch fĂŒr die KZ-Überlebenden ist", hieß es in der Mitteilung der GedenkstĂ€tte weiter. Gemeinsam mit 30 anderen GedenkstĂ€tten habe die Stiftung ein Hilfsnetzwerk fĂŒr ehemalige NS-Verfolgte in der Ukraine gegrĂŒndet. Mit Spendengeldern sollen Medikamente und Lebensmittel organisiert werden, außerdem sollen geflĂŒchtete KZ-Überlebende von der ukrainischen Grenze abgeholt werden können.

GedenkstĂ€ttenleiter Wagner hatte sich schon zu Beginn des Krieges in der Ukraine besorgt um die dort lebenden KZ-Überlebenden gezeigt. Es sei "besonders tragisch fĂŒr die ukrainischen KZ-Überlebenden, die mit den russischen HĂ€ftlingen in den Lagern gelitten haben, und die nun im Luftschutzkeller sitzen und von russischen Bomben mit dem Leben bedroht werden", hatte er gesagt.

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