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Heim-Schock für Kaiserslautern: Direktaufstieg kaum möglich

Von dpa
29.04.2022Lesedauer: 2 Min.
Kaiserslauterns Trainer Marco Antwerpen
Kaiserslauterns Trainer Marco Antwerpen gestikuliert. (Quelle: Uwe Anspach/dpa/Archivbild/dpa-bilder)
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Ratlos und mit leeren Blicken standen die Spieler des Fußball-Drittligisten 1. FC Kaiserslautern nach dem Schlusspfiff minutenlang vor der Westkurve des Fritz-Walter-Stadions. Durch das 1:3 (0:1) gegen Borussia Dortmund II haben die Roten Teufel zwei Spieltage vor dem Saisonende die Chance auf den direkten Aufstieg so gut wie verspielt und müssen nun sogar um die Aufstiegsrelegation bangen.

"Wir müssen uns jetzt erst einmal sammeln und die Niederlage und den verschenkten Tabellenplatz zwei abhaken. Das wird ein paar Tage dauern und nicht leicht", sagte FCK-Trainer Marco Antwerpen. "Danach müssen wir uns auf das letzte Spiel in Köln vorbereiten und dort mindestens einen Punkt holen."

Mit 63 Zählern liegt der FCK einen Punkt hinter dem Tabellenzweiten Eintracht Braunschweig und fünf Punkte vor Verfolger 1860 München. Während beide Rivalen noch zwei Spiele auszutragen haben, sind die Pfälzer am kommenden Sonntag bei Viktoria Köln letztmals in dieser Saison im Einsatz. Dann lautet das Motto: Verlieren verboten!

Die Heimpleite vor 48.416 Zuschauern auf dem Betzenberg versetzte die FCK-Profis am Samstag in einen Schockzustand. "Ich weiß gar nicht, was ich zu dem Spiel sagen soll. Das war zu wenig von uns. Vor so einer Kulisse zu verlieren, tut einfach weh", sagte Terrence Boyd. "Wir wurden der Unterstützung unserer Fans nicht gerecht."

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Die Anhänger bewiesen nach dem Abpfiff erneut ein feines Gespür für die Situation und schickten ihr Team mit Gesängen und Applaus in die Kabine. "Das ist einmalig, da schießt dir alles durch den Kopf. Wenn man dann da hochschaut und keiner pfeift, sondern man noch gefeiert wird, ist es ein Wechselbad der Gefühle", sagte René Klingenburg.

In den 90 Minuten zuvor hatte der FCK, für den Felix Götze in der Nachspielzeit traf, vor der zweitgrößten Zuschauerkulisse der Drittliga-Geschichte eine seiner schwächsten Saisonleistungen abgeliefert. Nach gutem Beginn wirkte der Aufstiegsanwärter gehemmt und unsicher. Kein Spieler erreichte Normalform, die Mannschaft agierte müde und kraftlos. Ein Leistungsabfall zur Unzeit.

Antwerpen hatte eine einfache Erklärung für die zweite Heimniederlage der Saison. "Wenn man überlegt, dass wir aus den letzten zwei Spielen mit fünf Gegentoren rausgegangen sind, kann man sehen, was gerade nicht funktioniert. Da müssen wir ansetzen. Zudem haben wir wieder bei einer Standardsituation gepatzt", analysierte der 50-Jährige und fügte hinzu: "Wir sind extrem enttäuscht."

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