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Köln: Das Fußballquiz, das selbst Experten auf die Probe stellt

23 Teams und 50 Fragen  

Dieses Kölner Fußballquiz stellt selbst Experten auf die Probe

Von Dierk Himstedt

30.07.2019, 11:17 Uhr
Köln: Das Fußballquiz, das selbst Experten auf die Probe stellt. Besprechen ihre Antworten: Das Team "Boca seniors" berät sich beim Fußballquiz in Köln. (Quelle: Dierk Himstedt)

Besprechen ihre Antworten: Das Team "Boca seniors" berät sich beim Fußballquiz in Köln. (Quelle: Dierk Himstedt)

Einmal im Monat treffen sich Fußballbegeisterte zum Quiz in einer Kneipe in Köln. Bei der "Rudelbildung" kommen selbst eingefleischte Fans ins Grübeln. t-online.de-Autor Dierk Himstedt hat mit geraten.

"Wen nannte Franz Beckenbauer mal den 'Entlauber'?", "Welcher Aufsteiger stieg 1993 erstmalig in die Bundesliga auf und schoss dabei unglaubliche 102 Tore?" – Auf diese und weitere 48 knifflige Fragen warten an diesem warmen Sommerabend rund 90 Teilnehmer des Fußballquiz "Rudelbildung" in der Kneipe "Gottes grüne Wiese" im Belgischen Viertel in Köln mit großer Spannung. Es geht um Fußballwissen – aber nicht darum, wer in diesem Jahr Meister geworden ist, sondern um Randgeschichten, um Fakten, die man nicht unbedingt wissen muss. Nerdiges Fußballwissen eben. Genau darin liegt der Spaß dieser Veranstaltung.

In der Kneipe am Rande des Belgischen Viertels laden die Gründer Simon Augsten und Stefan Staub seit etwa einem Jahr gemeinsam mit Kneipeninhaber Peter Ritter zu dem Fußballquiz ein. Mittlerweile sind es zehn Ausgaben. Das bedeutet 500 Fußballfragen zu unterschiedlichen Kategorien wie zum Beispiel "Welcher Spieler passt zu diesen Vereinsstationen?“, "Welches Stadion sehen wir?", "Welchen "Verein besingen die Fans?" oder "Welcher Verein hat dieses Wappen?". Eingesetzt werden auch Multimedia-Präsentationen wie O-Töne, Videos oder Musikeinspieler. 

Haben das Fußballquiz initiiert: Stefan Staub und Simon Augsten vor der Kneipe "Gottes grüne Wiese" in Köln. (Quelle: Dierk Himstedt)Haben das Fußballquiz initiiert: Stefan Staub und Simon Augsten vor der Kneipe "Gottes grüne Wiese" in Köln. (Quelle: Dierk Himstedt)

Der Erfolg der Veranstaltung kann sich sehen lassen: "Klasse seid ihr. Sogar in den Ferien ist die Bude voll", ruft Simon in den Kneipensaal, der tatsächlich nahezu voll besetzt ist. 23 Teams machen an diesem Abend mit. Der Spaß steht im Vordergrund, auch wenn jeder gewinnen will und die Fragerunden von allen ernst genommen werden. Doch allein an Team-Namen wie "Juventus Urin" oder "Barfuß Bethlehem II" ist abzulesen, dass bei allen – neben diversen Getränken – immer ein großer Schuss Humor dabei ist.

Der Erfolg lässt die Vorarbeit für das Quiz vergessen

"Wir sind selbst überwältigt von dem Erfolg, nehmen das aber gerne mit. Und es lässt uns auch die Arbeit vor jedem Quiz schnell vergessen", sagt Stephan Staub, der von seinen Kumpels nur Staubi genannt wird. Zehn bis 15 Stunden müsse man schon für jede Veranstaltung investieren: "Wir setzen uns vor jedem Quiztermin zwei- bis dreimal zusammen und besprechen die Frageinhalte." Auf die Fragen zu kommen, sei für einen echten Fußballfan aber nicht so schwer, erzählt Simon Augsten.


"Wir versuchen auch immer wieder, Kuriositäten dabei zu haben und kleine Finten, die Spaß machen, zu legen, über die man sich ärgern kann, wenn man nicht darauf kommt. Das sind die Highlights", sagt Staub. "Damit wir nicht ganz daneben liegen, haben wir einen Kumpel als Instanz im Hintergrund, dem ich vorher immer unsere Fragen schicke. Er ist ein absoluter Fußball-Experte. Wenn er 80 Prozent der Fragen weiß, liegen wir meist richtig", so Staub weiter.

Team "Boca seniors" ist auf Siegeskurs

Das Geheimnis des Quiz-Events liegt vielleicht auch im Teamgedanken und dem gemeinschaftlichen Wissen einer Gruppe. Team-Captain und Motivator Martin heizt rechtzeitig vor Beginn des Quiz um Punkt 20 Uhr seinem Team, den "Boca seniors", ein. Dieses Mal sind das Seba, Pamela und Marcel. Es läuft von Anfang an gut für sie – auch wenn nicht Jean Pierre Papin, wie von Pamela vermutet, von Beckenbauer als "der Entlauber" abgekanzelt wurde, sondern der Mitte der 90er beim FC Bayern gescheiterte Kolumbianer Adolfo Valencia.

Ärgerlich, dass ausgerechnet Wappen-Fan Martin nur vier von fünf Wappen zuordnen kann. Die gelb-schwarzen Farben von Kerkrade haben ihm den Zahn gezogen. Am Ende reicht es zum zweiten Platz mit 44,5 von 50 zu erreichenden Runkten – gerade mal einen Punkt hinter dem Sieger, den "Adiletten", die dieses Mal den Wanderpokal mit einem Fass Kölsch stolz nach oben recken können.

Verwendete Quellen:

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