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Oktoberfest in München: Hofbräu-Wirt entschuldigt sich für "Mohrenkopf"-Spruch


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Wiesn-Wirt entschuldigt sich für "Mohrenkopf"-Äußerung

Von t-online, pb

Aktualisiert am 22.09.2022Lesedauer: 2 Min.
Hofbräu-Wirt Günter Steinberg mit Ehefrau Margot und einem Mitarbeiter (Archivfoto): Um eine Äußerung des Gastronomen auf dem Oktoberfest gibt es Wirbel.
Hofbräu-Wirt Günter Steinberg mit Ehefrau Margot und einem Mitarbeiter (Archivfoto): Um eine Äußerung des Gastronomen auf dem Oktoberfest gibt es Wirbel. (Quelle: B. Lindenthaler/imago images)
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Ein "Mohrenkopf" für jeden "dunkelhäutigen" Mitarbeiter – so belohnt der Hofbräu-Wirt sein Küchenpersonal. Nun entschuldigt er sich.

Ernste Mienen im traditionsreichen Hofbräu-Festzelt auf dem Münchner Oktoberfest: Dort hat sich der Wiesn-Wirt Günter Steinberg am Donnerstag für einen Auftritt in einer Wiesn-Talkshow entschuldigt, bei der er im Zusammenhang mit Süßwarengeschenken an seine "dunkelhäutigen" Mitarbeiter von "Mohrenköpfen" gesprochen hatte.

Steinberg hatte sich zu Beginn der Woche in der Gesprächsrunde des Festzelts zu der Frage geäußert, ob ein kleines Wiesn-Zelt, das bislang den Namen "Café Mohrenkopf" getragen hat, sich nicht besser umbenennen sollte – um den als diskriminierend verstandenen Begriff zu vermeiden. Laut der Münchner "tz" ging Steinberg in der Diskussion nicht direkt auf die Namensdebatte rund um das Café ein, sondern holte stattdessen zu einem eigentümlichen Bericht aus dem eigenen Festzelt aus.

Steinberg der Zeitung zufolge: "Wir haben ja in unserer Küche sehr viele dunkelhäutige Menschen, die uns da helfen." Und weiter: "Und das ist so eine Spezialität von mir, dass ich jeden Tag 100 Mohrenköpfe – und ich sage jetzt bewusst Mohrenköpfe – verteile und dann bringt meine Frau auch immer zwei, drei Teller in die Küche, wo diese Herren arbeiten."

Hofbräu-Zelt auf dem Oktoberfest: Wirt entschuldigt sich

Daran hätten die so beschenkten Mitarbeiter eine "Riesenfreude", in der Folgewoche gebe es dann die Gebäckstücke in weißer Farbe für alle Mitarbeiter. Die Äußerung stieß offenbar einigen übel auf – das Video der Talksendung wurde innerhalb der vergangenen Tage von der Streaming-Plattform Grow gelöscht. Am Donnerstag dann die öffentliche Entschuldigung auf Instagram – Sendungsmoderator Bernhard Schindler und Wiesn-Wirt Steinberg übernahmen die Entschuldigung.

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Schindler entschuldigte sich bei "allen, die sich da auf den Schlips getreten fühlen". Der Vorfall tue ihm "sehr, sehr leid" – schließlich beschäftige er ja auch einen Küchenchef aus dem Senegal. Schindler ist sicher: "Wir haben alles andere im Kopf, als irgendwelche Menschen zu diskriminieren."

Wieso der Beitrag von der Plattform gelöscht wurde, sagten Schindler und Steinberg nicht. Vermutlich sollte so eine Empörungswelle im Netz verhindert werden. Laut der "tz" betreibt Steinberg das Hofbräu-Zelt seit 1980, mittlerweile teile er sich die Verantwortung mit seinen Kindern.

Auf Instagram wurde seine Entschuldigung von den meisten Nutzern negativ aufgenommen. In den bis zum Nachmittag veröffentlichten Kommentaren unter dem Beitrag schrieb etwa ein Nutzer: "'Wenn sich jemand auf den Schlips getreten gefühlt hat' ist auch so ne Formulierung, die man sich sparen kann, wenn man vorher übelst rassistisch dahergeredet und dafür vom kompletten Tisch auch noch Applaus bekommen hat."

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Verwendete Quellen
  • tz.de: "Nach Aussagen zu schwarzen Mitarbeitern: TV-Talk mit Hofbräu-Wirt plötzlich nicht mehr abrufbar"
  • Instagram-Beitrag des Hofbräu-Festzelt
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Von Christof Paulus

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