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München: Söder kündigt Queer-Aktionsplan an


Nach CSD fordert auch Markus Söder Aktionsplan für queere Menschen

Von dpa
Aktualisiert am 24.06.2023Lesedauer: 2 Min.
imago images 0261451102Vergrößern des BildesEine Frau zeigt die Regenbogenflagge auf dem CSD (Archivbild): Die hunderttausenden Teilnehmer feierten friedlich. (Quelle: IMAGO/Sachelle Babbar)
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Die Parade beim Christopher Street Day in München feierten 520.000 Menschen – ein neuer Rekord. Noch am Morgen der Parade kündigte Söder eine Veränderung an.

Am Samstag haben mehr als eine halbe Million Menschen friedlich und ohne Zwischenfälle den Christopher Street Day (CSD) gefeiert. Rund 120.000 mehr Teilnehmer als im Jahr zuvor. In bunt geschmückten Wagen, kostümierten Fußgruppen und Motorrädern zogen mehr als 180 Gruppen und Initiativen durch die Münchner Innenstadt. Wie die Polizei mitteilte, kam es dabei zu keinerlei Vorfällen.

Bei der Parade zählten die Beamten 60.000 Teilnehmende und 460.000 Zuschauer und Zuschauerinnen, zusammen also rund 520.000 Menschen. Die Feiernden konnten rund um den Marienplatz bei bestem Wetter zu Live-Musik feiern. Nachts soll die Party beim "Rathaus Clubbing" im neuen Rathaus weitergehen.

München: Rechte von queeren Menschen stehen auf dem Spiel

München zweite Bürgermeisterin Katrin Habenschaden betonte allerdings, dass die ausgelassene Stimmung nicht über die grundsätzliche Stimmung im Freistaat hinwegtäuschen dürfe. Derzeit würde auf dem Spiel stehen, was sich Generationen von Aktivisten zuvor erkämpft hätten: "Zwischen 2010 und 2021 haben sich Delikte gegen queere Menschen versiebenfacht." Habenschaden, die anstelle von Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) die offizielle Rede der Stadt hielt, betonte: "Gleichstellung und Akzeptanz müssen ernst gemeint sein. Sie brauchen Überzeugung. Sie brauchen eine klare Haltung."

Wie die Demonstranten fordere sie deswegen einen queeren Aktionsplan für Bayern und im gesamten Freistaat hatten sich CSDs mit dieser Forderung zusammengeschlossen. In allen anderen Bundesländern gibt einen solchen bereits. Deshalb wurde die diesjährige CSD-Parade unter das Motto "Queerer Aktionsplan Bayern jetzt!" gestellt. Sozialministerin Ulrike Scharf (CSU) gab vergangene Woche einen solchen Aktionsplan zur Stärkung der Rechte und Teilhabe queerer Menschen im Freistaat bekannt.

CSU nicht bei der Parade dabei

Im Vorfeld hatte die Queer-Politik der CSU für Diskussionen gesorgt. Die Stadtratsfraktion der Christsozialen durfte nicht mit einem eigenen Wagen an der Parade teilnehmen. Die Veranstalter begründeten diese Entscheidung mit der Voraussetzung der Teilnahme, die einen glaubhaften und konsequenten Einsatz für gleiche Rechte und gesellschaftliche Akzeptanz aller queeren Menschen darstellt. Dies sahen sie bei der CSU nicht gegeben.

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Trotz der Ausladung der CSU verkündete der Vorsitzende der Partei und Ministerpräsident Bayerns Markus Söder auf Twitter noch am Morgen der Parade den Start des Queer-Aktionsplan.

Der Christopher Street Day erinnert an den ersten bekannt gewordenen Aufstand von Homosexuellen gegen Polizeiwillkür in der New Yorker Christopher Street am 28. Juni 1969. Im Gedenken an diesen Tag gehen seitdem Menschen auf der ganzen Welt auf die Straße. Im vergangenen Jahr hatten beim CSD in München nach Angaben der Polizei mehr als 350.000 Menschen gefeiert – die Parade kam nach Schätzungen der Behörde auf rund 25.000 Teilnehmende.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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