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Monika Gruber lobt Aiwanger: Schaut den Leuten "aufs Maul"


Monika Gruber und die "Nazi-Keule"


Aktualisiert am 27.06.2023Lesedauer: 2 Min.
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Die bayerische Kabarettistin Monika Gruber zeigt sich weiterhin unzufrieden mit der Politik der Ampel-Regierung aus Berlin (Archivbild): Dabei gerät sie stellenweise auch selbst in die Kritik.Vergrößern des Bildes
Monika Gruber bei einer Buchvorstellung in München (Archivbild): Vor wenigen Wochen veranstaltete die Kabarettistin in Erding eine Großdemonstration mit 13.000 Teilnehmern. (Quelle: via www.imago-images.de)

Monika Gruber legt in der Diskussion um das Heizungsgesetz und die Demo in Erding nach. Wohin steuert die Kabarettistin?

Wenige Wochen ist es her, da veranstaltete die bayerische Kabarettistin Monika Gruber ihre Großdemonstration gegen die "Heizungsideologie". 13.000 Teilnehmer gingen in Grubers Heimatort im oberbayerischen Erding auf die Straße, rund 40 Kilometer entfernt von München. Die "breite Mitte der Gesellschaft", so beschrieb Monika Gruber die Demonstranten.

Doch zur Versammlung reisten auch zahlreiche AfD-Anhänger, Rechtspopulisten und Verschwörungsideologen an, mit denen teilweise auch Vize-Ministerpräsident Hubert Aiwanger (Freie Wähler) und Gruber im Gespräch waren, wie t-online berichtete.

"Radikale Ansichten sind mir zuwider, egal aus welcher Ecke", sagt Monika Gruber jetzt in einem Interview mit dem Magazin "Cicero". Bei der Demonstration in Erding seien größtenteils Bauern, Unternehmer, Angestellte, Beamte, Rentner und alleinerziehende Mütter gewesen. Jetzt die "Nazi-Keule" auszupacken sei unglaublich "billig, verlogen und arrogant".

Wer ihr offenbar gefällt, ist Bayerns stellvertretender Ministerpräsident Hubert Aiwanger. Der hätte den Leuten in Krisenzeiten "aufs Maul" geschaut. Aiwanger sagte bei der Demonstration in Erding: "Jetzt ist der Punkt erreicht, wo die große schweigende Mehrheit sich die Demokratie zurückholen muss und denen in Berlin sagen: Ihr habt ja wohl den Arsch offen da oben. Wir wollen unsere Demokratie zurückholen." Derartige Ansprachen seien "zehnmal" besser als die Kommunikation Habecks, der den "intellektuellen Denker" spiele und dabei ein "ganzes Volk" mit seinen "unausgegorenen Ideen" überfordere, legt Gruber in dem Interview jetzt nach.

Gruber sagte weitere Demo in München ab

Zuvor hatte Gruber eine weitere angekündigte Großdemonstration nach Informationen von t-online auf der Münchner Theresienwiese abgesagt – angeblich aufgrund des kurz zuvor geschlossenen Kompromisses beim Heizungsgesetz. Doch wohin steuert die 51-jährige Kabarettistin mit ihren Aussagen? Pointen und Populismus vermischen sich bei ihr zusehends, möchte man meinen.

Immer wieder hatte die 51-jährige Kabarettistin zuletzt mit Aussagen polarisiert. Vor wenigen Monaten sprach sie in einem Instagram-Video davon, dass die Tagesschau das Wort "Mutter" aus dem Wortschatz "verbieten" wolle. Was sich als falsch herausstellte. Instagram platzierte unter dem genannten Video sogar einen Hinweis: "Fehlender Kontext". In Telegram-Gruppen von Verschwörungsideologen wurde der Beitrag von Gruber allerdings gerne geteilt.

Man darf gespannt sein, was von Monika Gruber in Zukunft noch so alles zu hören sein wird. Bleibt sie ihrem Bühnenfach treu oder wechselt sie sogar auf die politische Bühne? Ein bisschen möchte sie noch gegen den "ganzen Wahnsinn" kämpfen, sagt sie. Wäre sie Bayerische Ministerpräsidentin, dann würde sie wohl, wie sie in einem Video vor einigen Monaten ankündigte, Bayern von Deutschland abspalten und mit Österreich und Südtirol einen eigenen Staat gründen wollen. Wie ernst es Monika Gruber damit wirklich meint, darüber kann man nur spekulieren.

Verwendete Quellen
  • cicero.de: "Ist es das alles wirklich wert, Frau Gruber?"
  • Instagram-Videos von Monika Gruber
  • Eigene Recherchen
  • In seiner ursprünglichen Version entsprach der Artikel in einigen Teilen nicht den journalistischen Standards von t-online. Er wurde deshalb nachträglich überarbeitet.
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