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Hubert Aiwanger und die Flugblatt-Affäre: Ex-Lehrer erhebt neue Anschuldigungen


Skandal um Flugblatt
"Ein-Mann-Aktion vom Hubert": Lehrer legt gegen Aiwanger nach

Von t-online, son

Aktualisiert am 02.09.2023Lesedauer: 2 Min.
Hubert Aiwanger am Donnerstag auf dem Aschauer Markt: Tags darauf hat sein Ex-Lehrer neue Anschuldigungen gegen den Lehrer erhoben.Vergrößern des BildesHubert Aiwanger am Donnerstag auf dem Aschauer Markt: Tags darauf hat sein Ex-Lehrer neue Anschuldigungen gegen den Lehrer erhoben. (Quelle: IMAGO / Smith/imago images)
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Der Ex-Lehrer von Hubert Aiwanger legt erneut gegen den Politiker nach. Er ist sich sicher, dass dieser der Verfasser des antisemitischen Flugblatts ist.

In der Flugblatt-Affäre um Hubert Aiwanger (Freie Wähler) hat dessen ehemaliger Lehrer am Burkhart Gymnasium in Mallersdorf-Pfaffenberg noch einmal nachgelegt. Im Gespräch mit der "Bild" erklärte er, dass er sich sicher sei, dass das antisemitische Pamphlet aus der Feder des Stellvertretenden Bayerischen Ministerpräsidenten stamme. Als das Flugblatt im Schuljahr 1987/88 auftauchte, seien sich alle im Klaren gewesen, dass dieses "eine Ein-Mann-Aktion vom Hubert Aiwanger war".

Die offizielle Darstellung des Vorfalls hält er daher für unwahr. Einen Tag nachdem die "Süddeutsche Zeitung" am vergangenen Freitag erstmals über das Pamphlet berichtet hatte, übernahm Hubert Aiwangers Bruder Helmut öffentlich die Verantwortung und gab an, der Verfasser zu sein. "Vom Bruder war damals nie die Rede", unterstrich der Lehrer nun.

Lehrer wollte Aiwanger schon länger "stürzen"

Ob er selbst auch derjenige war, der das Flugblatt der "SZ" übergeben hatte, ist nach wie vor unklar. Auf eine entsprechende Nachfrage der Mediengruppe Bayern hatte er einem Bericht zufolge nicht geantwortet, stattdessen aber erklärt, dass "das Lügengebäude der Aiwangers" einstürzen werde.

Ein ehemaliger Mitschüler Aiwangers am Burkhart Gymnasium hatte zuvor gegenüber "Focus Online" erklärt, dass sein ehemaliger Lehrer schon länger versucht habe, Aiwanger zu stürzen. So soll dieser ihn acht Wochen vor Erscheinen des Artikels kontaktiert und darum gebeten haben, ihm schriftlich zu bestätigen, dass der 52-Jährige Urheber des Flugblatts sei. Die Aufforderung soll er mit den Worten "Es wird Zeit, dass wir diese braune Socke stürzen", kommentiert haben.

Aiwanger bittet öffentlich um Entschuldigung

Bereits Anfang des Jahres soll der Lehrer auf einem Jahrgangstreffen von Abiturienten mit einem alten Schwarz-Weiß-Foto von Aiwanger förmlich hausieren gegangen sein und nach Zeugen für den Vorfall gesucht haben. Im Gespräch mit t-online hatte Dr. Johann Kirchinger, ehemaliger Bürgermeister-Kandidat der Freien Wähler in Mallersdorf-Pfaffenberg darüber hinaus erklärt, dass der Lehrer schon seit Jahren im Dorf damit geprahlt hätte, das einzige noch existierende Exemplar des Flugblatts zu besitzen.

Video | Aiwanger entschuldigt sich
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Quelle: Reuters

Aiwanger selbst hatte sich am Donnerstag erstmals öffentlich selbst entschuldigt. "Ich habe als Jugendlicher auch Fehler gemacht. Ich bereue zutiefst, wenn ich durch mein Verhalten in Bezug auf das in Rede stehende Pamphlet oder weitere Vorwürfe gegen mich aus der Jugendzeit Gefühle verletzt habe", sagte er. Dass er der Verfasser ist, streitet er nach wie vor ab, wenngleich er einräumte, dass "ein oder wenige Exemplare" seinerzeit in seiner Schultasche gefunden worden wären.

Verwendete Quellen
  • bild.de: "Dieser Ex-Lehrer will Aiwanger stürzen"
  • focus.de: "'Dann sagte mein Ex-Lehrer: ’Es ist an der Zeit, die braune Socke Aiwanger zu stürzen'"
  • sueddeutsche.de: "Aiwanger soll als Schüler antisemitisches Flugblatt verfasst haben"
  • Eigene Recherchen
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