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Apotheken-Streik in Bayern und Baden-Württemberg: Filialen bleiben zu


In Bayern und Baden-Württemberg
Landesweiter Protesttag: Fast alle Apotheken heute zu

Von dpa, t-online, son

22.11.2023Lesedauer: 2 Min.
Ein Schild weist auf den Streik hin (Symbolbild): Erwartet wird, dass sich bis zu 90 Prozent der Apotheken an den Protesten beteiligen.Vergrößern des BildesEin Schild weist auf den Streik hin (Symbolbild): Erwartet wird, dass sich bis zu 90 Prozent der Apotheken an den Protesten beteiligen. (Quelle: IMAGO/Michael Bihmayer/imago images)
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Apotheker in Bayern und Baden-Württemberg kündigen einen Streik an. Sie protestieren gemeinsam für mehr Geld, Personal und eine bessere Versorgung mit Medikamenten.

Am Mittwoch sollen fast alle Apotheken in Bayern und Baden-Württemberg aus Protest geschlossen bleiben. Der Apothekerverband fordert eine Anpassung des Honorars und sieht die Branche auch durch die Pläne von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) in Gefahr.

Lauterbach will Neueröffnungen von Apotheken in Regionen mit dünnem Netz erleichtern. Ein Apotheker muss demnach künftig nicht mehr vor Ort sein. Der Vorsitzende des Bayerischen Apothekerverbands, Hans-Peter Hubmann, befürchtet, dass solche "Apotheken-Light" etablierte Apotheken verdrängen könnten. "Einmal abgebaute Strukturen kommen nicht wieder", sagte er der Deutschen Presse-Agentur in München.

Anpassung des Honorars an Inflation gefordert

Der Verbandschef forderte stattdessen eine höhere Vergütung für die Apotheken: "Wir brauchen endlich einen Inflationsausgleich für unser Honorar", sagte Hubmann. Der gesetzlich festgelegte Zuschlag pro verschreibungspflichtigem Arzneimittel sei seit mehr als zehn Jahren nicht mehr erhöht worden. Zusätzlich bereiteten die Lieferengpässe bei vielen Medikamenten den Apothekern Sorgen.

Kritik an den Plänen Lauterbachs kommt auch von der neuen Gesundheitsministerin Judith Gerlach (CSU). "Anstatt die berechtigten Anliegen der Apothekerinnen und Apotheker aufzugreifen, gefährdet Bundesgesundheitsminister Lauterbach die bewährten Apothekerstrukturen in Deutschland", sagte Gerlach.

Demonstration in Stuttgart angekündigt

Der Verband rechnet damit, dass sich etwa 90 Prozent der 2.820 bayerischen Apotheken an dem Protesttag beteiligen. Von einer ähnlich hohen Beteiligung wird auch in Baden-Württemberg ausgegangen. Von den dortigen 2.264 Apotheken könnten folglich bis zu 2.000 ihre Türen geschlossen halten.

Die Versorgung mit Medikamenten soll in beiden Bundesländern – wie sonst nachts sowie an Sonn- und Feiertagen – über Notdienste sichergestellt sein. Zusammen mit der Apothekerschaft aus Baden-Württemberg treffen sich die Demonstrierenden am Mittag zu einer Kundgebung auf dem Schlossplatz in Stuttgart. Erwartet werden bis zu 20 Busse aus Bayern und bis zu 4.000 Demonstrierende aus Baden-Württemberg.

Verwendete Quellen
  • Mit Material der Deutschen Presse-Agentur
  • stuttgarter-zeitung.de: "Apotheken zu – hier gibt es dennoch Medikamente"
  • swr.de: "Branche will vor Apothekensterben warnen - Apotheken in BW aus Protest geschlossen"
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