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Studie: Wirtschaftsstandort Bayern verliert an Dynamik

Von dpa
04.01.2022Lesedauer: 1 Min.
Eine Fertigungsstraße im Münchner Stammwerk von BMW
Eine Fertigungsstraße im Münchner Stammwerk von BMW. (Quelle: Daniel Josling/dpa/Symbolbild/dpa-bilder)
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China und viele Schwellenländer schreiten nach einer Studie der bayerischen Wirtschaft bei der Weiterentwicklung ihrer Industriestandorte sehr viel schneller voran als Bayern. Im jährlichen "Dynamikranking" der Vereinigung der bayerischen Wirtschaft (vbw) liegt der Freistaat mittlerweile auf Platz 30 von 45 Ländern, drei Plätze schlechter als vor einem Jahr. Das teilte die vbw am Dienstag mit. "Unsere Wettbewerber entwickeln sich rasant weiter und holen auf, allen voran China", sagte vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

Mit dem Dynamikranking will die vbw nicht den Ist-Zustand des Industriestandorts Bayern bewerten, sondern die Entwicklung einer ganzen Reihe von 60 Faktoren - von Bildungswesen und Bürokratie bis zu Kosten und Steuern. Spitzenreiter ist China, wo laut neuem Ranking unter anderem die Infrastruktur in den vergangenen Jahren sehr viel besser geworden sei. Ausgearbeitet wurde die Studie im Auftrag der vbw von IW Consult, einer Tochter des Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln.

Nicht nur Bayern, sondern auch andere entwickelte Industriestaaten sind in dem Vergleich eher auf den hinteren Plätzen zu finden. So liegt Deutschland als Ganzes auf Platz 31 hinter Bayern, die USA finden sich auf Platz 32, Japan auf Rang 34. Doch schneiden auch einige Industrieländer besser ab als Bayern beziehungsweise Deutschland: Italien sehen die Studienautoren in Sachen Dynamik auf Rang 18 und Frankreich auf dem 22. Platz.

Die vbw kritisiert vor allem die hohen Kosten in Deutschland, von den Arbeitskosten über die Energiepreise bis zu Steuern. "Hier sind wir nicht konkurrenzfähig", sagte Brossardt. "Der hohe Kostennachteil unseres Standorts hat sich weiter vergrößert."

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