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Hanau-Demo: Polizei erklärt Schlagstockeinsatz in München


Polizei erklärt Einsatz auf Hanau-Demo in München

Von t-online, mam

Aktualisiert am 20.02.2022Lesedauer: 2 Min.
Polizisten bei einer Demo in München (Symbolbild): Wie die Polizei berichtet, seien Beamte an einer Engstelle von den Versammlungsteilnehmenden bedrängt worden.
Polizisten bei einer Demo in München (Symbolbild): Wie die Polizei berichtet, seien Beamte an einer Engstelle von den Versammlungsteilnehmenden bedrängt worden. (Quelle: Thomas Vonier/imago-images-bilder)
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Am Samstag jährte sich der Anschlag von Hanau zum zweiten Mal. In München erinnerten Hunderte Menschen an die neun Getöteten. Dabei kam es zu einer Auseinandersetzung mit der Polizei.

Zum zweiten Jahrestag des rassistischen Anschlags in Hanau fand in München am Samstag eine Gedenkveranstaltung statt. Dabei kam es zu einer Auseinandersetzung mit der Polizei – die Pfefferspray und Schlagstöcke gegen die Teilnehmer der Versammlung einsetze.

Laut einem Bericht der Polizei fand die Gedenkveranstaltung mit rund 600 Teilnehmenden um 17.30 Uhr am Königsplatz statt. Im Laufe dieser Versammlung seien zwei Personen wieder erkannt worden, die bei einer Demonstration am Nachmittag gegen die Münchner Sicherheitskonferenz aufgefallen waren. Einem 36-Jährigen wird die Beleidigung von Polizeibeamten vorgeworfen. Ein 20-Jähriger soll einem Polizisten mit der Faust in den Bauch geschlagen haben. Beide wurden vorübergehend festgenommen und angezeigt.

Polizei München setzt Pfefferspray und Schlagstöcke ein

Gegen 19 Uhr habe sich die Versammlung dann wie vorgesehen in Bewegung gesetzt. Dabei kam es im Bereich der Luisenstraße an einer Baustelle zu einem Zwischenfall zwischen den Einsatzkräften und den Teilnehmenden der Versammlung. Wie die Polizei berichtet, seien die Beamten an einer Engstelle von den Versammlungsteilnehmern "körperlich bedrängt und unvermittelt an einen Bauzaun gedrückt" worden. Drei Polizeibeamte seien im Rahmen dieses Vorfalls leicht verletzt worden.

"Damit sich die Polizeibeamten wieder aus dieser Situation befreien konnten", hätten sie die Demonstrierenden mit Schlagstöcken wegschieben und -drücken müssen. Auch Pfefferspray wurde eingesetzt. Erst durch die Versammlungsleiter und weitere Beamte habe sich die Situation wieder beruhigen können. Der Demonstrationszug setze seinen Weg fort und erreichte gegen 20.30 Uhr das Ziel, den Georg-Freundorfer-Platz. Dort fand die Abschlusskundgebung statt.

Polizei erklärt weiteren Vorfall

Auch ein zweites Video ging in den Sozialen Medien viral. Es zeigt Polizeibeamte, die mit Schlagstöcken auf Personen an einer U-Bahn-Station einschlagen. Die Polizei erklärt den Vorfall nun in einer weiteren Mitteilung. Demnach sei den Beamten im Hauptbahnhof am Bahnsteig der U2 ein 20-Jähriger aufgefallen. Dieser soll einen der Polizisten bei der Gedenkveranstaltung zuvor mit einer Fahnenstange attackiert haben.

Als die Beamten ihn festnehmen wollten, habe sich der junge Mann gewehrt und die Einsatzkräfte zusammen mit seinen Begleitern attackiert. Daraufhin hätten sich die Beamten mit Schlagstöcken gewehrt. Der 20-Jährige konnte vorübergehend festgenommen werden. Er muss sich wegen gefährlicher Körperverletzung und tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte verantworten.

Polizei München vermutete "gewaltbereite Personen" bei Demozug

Insgesamt waren am Samstagabend 3.500 Polizeibeamte im Einsatz, sagte ein Sprecher der Polizei auf Anfrage von t-online. Wie viele Einsatzkräfte dem Demonstrationszug zum Gedenken an den Anschlag von Hanau eingesetzt wurden, könne nicht beantwortet werden. Am Samstag fanden noch weitere Demonstrationen statt, die einen thematisch anderen Schwerpunkt hatten.

Wie viele Einsatzkräfte für die einzelnen Versammlungen eingesetzt werden, sei abhängig von den vorliegenden Lageerkenntnissen. Zudem sei im Vorfeld bekannt geworden, "dass gewaltbereite Personen aus dem linksextremen Bereich an der Versammlung teilnehmen werden", hieß es von der Polizei. Dementsprechend habe man die Zahl der Einsatzkräfte angepasst.

Verwendete Quellen
  • Polizei: Vorab-Pressemitteilung vom 19.02.2022
  • Anfrage an die Polizei München
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