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Gegen Krise und Widerstand – CSU gibt dritte Startbahn nicht auf

Von Patrick Mayer

Aktualisiert am 10.05.2022Lesedauer: 3 Min.
Baustelle am Münchner Flughafen (Archivbild): Der zweitgrößte Flughafen Deutschlands soll laut Landesentwicklungsplan wachsen – inzwischen stehen die Zeichen dafür schlecht.
Baustelle am Münchner Flughafen (Archivbild): Der zweitgrößte Flughafen Deutschlands soll laut Landesentwicklungsplan wachsen – inzwischen stehen die Zeichen dafür schlecht. (Quelle: Flughafen München GmbH)
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Der Münchner Flughafen – immerhin der zweitgrößte in Deutschland – steckt tief in den roten Zahlen. Ein Ausbau ist seit Jahren Dauerthema und bleibt auch jetzt im Gespräch. Zwischen CSU und Freien Wählern bahnt sich deshalb Krach an.

Der Münchner Flughafen hat Geldnot. Die vergangenen Jahre haben den Flughafen arg gebeutelt, ein Umstand, infolge dessen sich das Großprojekt der dritten Startbahn womöglich endgültig erledigen könnte. Oder nicht? Gerade jetzt streitet die Landespolitik genau darüber – und über die Frage, wie es auf dem zweitgrößten Flughafen Deutschlands weitergehen soll.

12,5 Millionen Passagiere – halb so viele wie in Frankfurt – flogen 2021 über München. Ein großes Drehkreuz, an dem die geplante dritte Startbahn seit Jahren für Zündstoff sorgt – auch in der Landesregierung von CSU-Ministerpräsident Markus Söder. "Bayern geht unter, wenn der Flughafen München nicht wächst", so lautet das Credo der CSU.

Flughafen München: Die dritte Bahn ist Dauerthema

"Aber: Wir Freien Wähler wollen kein Milliardengrab dritte Startbahn", erklärt Landtagspolitiker Benno Zierer t-online. Zierer ist umweltpolitischer Sprecher des kleinen Koalitionspartners im Maximilianeum, dem Landesparlament.

Und Zierer gilt als erbitterter Gegner einer dritten Startbahn. Der 65-Jährige lebt in Freising, nahe dem Flughafengelände. Landende Passagiermaschinen gehören hier, in der Landschaft Erdinger Moos, wo der Flughafen 1992 eröffnet wurde, zum Alltag.

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"Der Bau einer 3. Startbahn würde die Versiegelung von fast 800 Hektar Land bedeuten. Sie können sich vorstellen, in welchem Umfang in die Geologie eingegriffen werden würde. Und die Belastung der Anwohner im Raum Freising wäre enorm", sagt der Landwirt und kritisiert: "Man will sich bei der CSU nicht eingestehen, dass sie über Jahre auf einem toten Pferd geritten ist."

Tiefrote Zahlen für Münchner Flughafen

Und Zierer legt nach: "Spätestens seit 2010 war vorhersehbar, dass der Flughafen München nicht mehr diese rasante Entwicklung nehmen wird." Die jüngsten Entwicklungen führten den Airport stattdessen in tiefrote Zahlen, nicht nur bedingt durch die Corona-Pandemie.

Laut "Münchner Merkur" beliefen sich die Schulden im April auf 2,8 Milliarden Euro. Zuletzt musste die Betreibergesellschaft demnach neue Kredite in Höhe von 425 Millionen Euro aufnehmen, nach einem Verlust von 261 Millionen Euro im Jahr 2021. Auch der Blick auf die Passagierzahlen bereitet Sorgen.

"Aktuell liegen wir bei den Flugbewegungen bei 72 Prozent und bei den Passagieren bei etwa zwei Drittel des Vorkrisenniveaus", erklärt Unternehmenssprecher Ingo Anspach t-online. Er bekräftigt, dass die dritte Startbahn für die Betreibergesellschaft, die Flughafen München GmbH, derzeit kein Thema sei. Die Nachfrage könne mit den vorhandenen Kapazitäten problemlos gelöst werden.

Flughafen München: CSU um Markus Söder beschwichtigt

Dass die Angelegenheit dennoch so hochkocht, hat mit dem sogenannten Landesentwicklungsplan (LEP) der Regierung zu tun. In diesem Plan ist die dritte Startbahn nach wie vor enthalten, "um handlungsfähig zu sein, wenn das Flugverkehrsaufkommen langfristig zum Erhalt der europäischen Drehkreuzfunktion des Münchner Flughafens einen Ausbau nötig machen sollte", erklärt die CSU-Fraktion auf Nachfrage von t-online.

In dieser Legislaturperiode solle ein Bau aber nicht weiter verfolgt werden, beschwichtigt der große Koalitionspartner. Die Fraktion verweist darauf, dass Ministerpräsident Markus Söder einen solchen Bau in seiner Amtszeit ausschließe.

Umgekehrt hatte die CSU jedoch Anfang des Jahres mit der Neuausrichtung des LEP für Irritationen gesorgt: "Der bestehende Verkehrsflughafen München ist mit seiner Kapazität nicht in der Lage, die zukünftige Luftverkehrsnachfrage zu bewältigen", hieß es noch im Januar. "Um das zu erwartende Verkehrsaufkommen auch künftig abwickeln zu können, ist eine Erweiterung der Bahnkapazität um eine dritte Start- und Landebahn mit den entsprechenden Funktionsflächen erforderlich."

Freie Wähler kritisieren CSU wegen Flughafen scharf

Ist sich die CSU uneins? Wird in der Landesregierung aneinander vorbeigeredet? "Würde die CSU vernünftig nachdenken, würde sie wissen, dass das mit der dritten Startbahn erledigt ist", sagt Zierer klipp und klar. Währenddessen nehmen die finanziellen Sorgen der Betreibergesellschaft zu.

Sie baut derzeit einen neuen und 320 Meter langen Terminal 1 mit zwölf Andockpositionen für Flugzeuge. Die Kosten explodierten zuletzt regelrecht. 2018 hieß es noch, der Bau koste rund 400 Millionen Euro. Ende März berichtete die FMG, ein Tochterunternehmen des Freistaates, dass die Kosten für das Terminal auf 600 Millionen Euro gestiegen seien. Sprecher Anspach erklärt t-online: "Gegenwärtig geht es am Flughafen darum, möglichst stabil aus der Krise zu kommen." Auch mit riesigen Schulden im Gepäck.

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Ein Kommentar von Jennifer Lichnau, München
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